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Intern » Destinationskonzept

Tourismuskonzept
Pyhrn-Priel
2005 – 2008



Präambel

Gemäß dem Oberösterreichischen Tourismusgesetz 1990 (idF LGBl. Nr. 12/2003) nach § 4 Abs. 3 haben sich die Tourismusverbände bei der Erstellung des Tourismuskonzeptes am Landes-Tourismuskonzept zu orientieren:

„(3) Ein Tourismusverband, der gemäß § 18 Abs. 1 eine(n)
hauptberufliche(n) Tourismusdirektor(in) zu bestellen hat, hat bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben ein jeweils für die Dauer von vier Jahren gültiges Tourismuskonzept zu beschließen, das sich am Landes-Tourismuskonzept (§ 22 Abs. 1) orientieren soll und insbesondere Pläne über die künftige Tourismusentwicklung und die umzusetzenden Marketingmaßnahmen für das Gebiet des Tourismusverbandes zu enthalten hat. Die übrigen Tourismusverbände haben sich bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben am Landes-Tourismuskonzept zu orientieren.“

Das vorliegende Tourismuskonzept Pyhrn-Priel 2005 – 2008 orientiert sich an diesem Landes-Tourismuskonzept 2004 – 2007 und wurde von den Mitarbeitern der Pyhrn-Priel Tourismus GmbH unter der Mitwirkung von Funktionären, Tourismusinteressenten und externen Stellen erarbeitet.


1. Allgemein

a. Stellenwert des Tourismus in der Destination Pyhrn-Priel

Ökonomische und soziale Bedeutung des Tourismus für die Destination und deren Bewohner

Der Tourismus hat in der Pyhrn-Priel Region einen sehr hohen Stellenwert, weil es verhältnismäßig wenige Industrie- und Gewerbebetriebe gibt, die außerhalb der Tourismuswirtschaft Arbeitsplätze bieten. Auch im landwirtschaftlichen Bereich können durch den Zuerwerb aus der Urlaub am Bauernhof-Vermietung viele Betriebe aufrechterhalten werden, die sonst nicht wirtschaftlich zu führen wären.

Der Tourismus hat zudem eine positive Auswirkung auf die Nahversorgung der Region in den einzelnen Orten. Die Kaufkraft der Gäste und Tagesgäste sichert Betriebe, die ohne diese zusätzlichen Einkommen nicht lebensfähig wären.

Der Schlüssel zum touristischen Erfolg liegt in der Zusammenarbeit zwischen den Vermietern, den touristischen Leistungsträgern und den Tourismusverantwortlichen, wobei das Hauptaugenmerk auf der Qualifizierung der Betriebe, der Bündelung des Regionsangebotes und der gemeinschaftlichen thematischen Vermarktung liegen muss.

Wirtschaftliche Ziele der Destination

Erhöhung der Wertschöpfung im Beherbergungs- und Ausflugstourismus der Region um 20 Prozent bis 2008

Die Fertigstellung der Pyhrnautobahn mit dem Lückenschluss in Kirchdorf alleine sollte ausschlaggebend für eine Belebung im Ausflugstourismus sein, da das verkehrstechnische Nadelöhr wegfällt und damit auch das belegbare Hemmnis der Bewohner des oberösterreichischen Zentralraumes, die Pyhrn-Priel Urlaubsregion zu besuchen.

Zusätzlich wird und wurde vor allem im Ausflugs- und Erlebnisbereich in der Region viel investiert. Die Investitionen der Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen im Wintersportbereich in Hinterstoder und auf der Wurzeralm machen die Skiregion attraktiver und mit dem Bau der neuen Weltcupstrecke sollte der größte Sportevent Oberösterreichs wieder in der Pyhrn-Priel Region stattfinden.

Das Golfprojekt Edlbach und möglicherweise das Golfprojekt Hinterstoder erschließen für die Region ein neues touristisches Thema, wobei die Chance in der Nutzung des Projektes / der Projekte in der touristischen Ausrichtung liegt, das heißt: die Wirtschaftlichkeit wird sehr stark von den golfenden Urlaubs- und Tagesgästen abhängen.

Der Ausbau des Wurbauerkogels mit dem Alpine Coaster, der Mountainbike-Downhillstrecke und der für Juni 2005 geplanten Eröffnung des Panoramaturmes mit Nationalparkausstellung sollte sich positiv auf die Besucherzahlen der Region auswirken.

Weitere Projekte wie Erlebnisalm Wurzeralm, ein touristischer Leitwanderweg im alpinen und ein touristischer Leitwanderweg im Alm- und Talbereich, die Inszenierung des Thema Wanderns, die Weiterentwicklung im Thema Mountainbike und verschiedene thematische Aktivitäten durch Gemeinden, Vereine und Private erhöhen zusätzlich die Attraktivität des Regionsangebotes.

Von großer Bedeutung ist aber auch die Vermarktung des vielfältigen bestehenden Angebots wie den kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen, des Sport- und Freizeitangebotes in den neun Gemeinden der Pyhrn-Priel Region.

Eine große Stärke der Region, der Nationalpark OÖ Kalkalpen, rückt mehr und mehr in den Mittelpunkt der Marketingaktivitäten. Der Imagetransfer und die Botschaft vor allem zum Thema Wandern und Naturerlebnis sichert der Region ein gewisses Alleinstellungsmerkmal, das durch die enge Kooperation mit dem Nationalpark noch verstärkt werden kann.

Für dieses Ziel ist zudem die Weiterentwicklung der Naturerlebniscard Pyhrn-Priel und der Erlebniscard Pyhrn-Priel von großer Bedeutung. Die Alles-Inklusive Card im Umlageverfahren gibt es nur vereinzelt bei Regionen des Mitbewerbs und ist seit der Einführung 2003 mittlerweile buchungsentscheidend für viele Gäste geworden.

Im Tagesbereich schlummert mit der Erlebniscard Pyhrn-Priel ein weit größeres Potential als bei der Einführung im Jahr 2004 ausgeschöpft werden konnte.


Erhöhung der durchschnittlichen Vollbelegung auf 120 Vollbelegstage in der Region bis zum Jahr 2008

Durch die Qualifizierung und stärkere Profilierung der Betriebe und die Bündelung der Marketingmittel soll dieses Ziel erreicht werden. Derzeit liegt dieser Wert (2004) bei 103 Vollbelegstagen. Die in den nächsten Jahren zu erwartende Marktbereinigung von nicht mehr konkurrenzfähigen touristischen Angeboten muss allerdings durch betriebliche Investitionen bzw. Neuansiedlungen von Beherbergungsbetrieben ausgeglichen werden.

Erhöhung der Mittel für das Destinationsmarketing auf 1,000.000 Euro bis 2008

Durch den Zusammenschluss zum Mehrgemeindigen Tourismusverband Pyhrn-Priel und die Gründung der Pyhrn-Priel Tourismus GmbH mit dem Gesellschafter Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen AG ist es gelungen, mittlerweile ein Marketingbudget von immerhin ca. Euro 600.000.- aufstellen zu können.

Mit einer engeren Kooperation mit den Tourismusinteressenten sollen mehr Mikromarketingmittel mit der Region gebündelt werden, wie es zum Beispiel bei den Angebotsgruppen wie den Wanderspezialisten Nationalpark Region im Ansatz geschieht. Im Beherbergungs-, Gastronomie- und Freizeitbereich versanden hier viel zu viele Mittel in einzelnen Aktivitäten, die bei einem gebündelten Einsatz in gleicher Höhe wesentlich mehr Effekte auf die Wirtschaftlichkeit hätten.

Eine ernstzunehmende Schmälerung des Gesamt-Marketingbudgets der Tourismusregion erfolgt durch die teilweise niedrige Meldemoral bei den Nächtigungen. Hier muss durch ernstzunehmende und rückwirkende Kontrollen eingegriffen werden.

Positive Effekte für das Marketingbudget entstehen durch eine Weiterentwicklung und höhere Durchdringung der Naturerlebniscard Pyhrn-Priel bzw. höhere Verkaufszahlen bei der Erlebniscard Pyhrn-Priel in den kommenden Jahren.

Durch Wirtschaftskooperationen bzw. zusätzliche Gesellschafter können die Marketingmittel der Destination ebenfalls erhöht werden.


Erwirtschaftung eines direkten Buchungsumsatzvolumens im Incoming bzw. durch Online-Buchungen in Höhe von € 500.000.- bis zum Jahr 2008

Im Jahr 2004 wurde ein Online-Buchungsumsatz von Euro 60.000 erwirtschaftet, der sich durch die verstärkte Nutzung der eigenen Internetplattformen, durch die Eröffnung des Geschäftsfeldes Incoming und durch die Nutzung der Infobüros als Buchungsstelle bzw. die 24-Stunden-Informatoren bis zum Jahr 2008 in der genannten Größenordnung multiplizieren soll.


b. Touristische Grundsätze / Rahmenbedingungen

Touristische Stärken und Schwächen der Destination

Das größte Kapital und die größte Stärke stellen die landschaftlichen und natürlichen Ressourcen der Region dar. Die imposanten Berge, die grünen Wälder und gepflegten Wiesen, klare Luft und saubere Bäche sind eine wesentliche Vorraussetzung für den Tourismus. Mit der Gründung des Nationalparks Oberösterreichische Kalkalpen im Jahr 1997 wurde eine geschützte Zone errichtet, die sich sehr positiv auf das Image als Urlaubsregion auswirkt und den Nationalparkregionen jedenfalls ein Alleinstellungsmerkmal bietet.

In den zahlreichen natur-, kultur- und historischen Attraktionen wie dem Nationalpark, den Kulturgütern der Eisenstraße und der Landesausstellung „Land der Hämmer“ ist ebenfalls noch Potential für eine touristische Weiterentwicklung vorhanden.

Mit der Einführung der Naturerlebniscard Pyhrn-Priel und der Erlebniscard Pyhrn-Priel ist es den Tourismusverantwortlichen gelungen, die Leistungen der Region zu bündeln, für den Gast aufzubereiten und für den Gast auf einfachstem Wege das Alles-Inklusive Gefühl zu vermitteln, obwohl ein enormer technischer und organisatorischer Aufwand dahinter steht.

Die Region bietet sehr gute Möglichkeiten für den alpinen Wintersport mit den Skigebieten Hinterstoder und Wurzeralm, die mit hohem Investitionsaufwand den Ansprüchen an moderne Skigebiete vollauf gerecht werden. Auch im nordischen Bereich ist mit dem Langlauf- und Biathlonzentrum Innerrosenau und den mehr als 100 Kilometer Loipen in der gesamten Region Entwicklungspotential vorhanden, das noch nicht ausgeschöpft werden konnte.

Die ausgewogene Verteilung der Nächtigungen auf das Winter- und Sommerhalbjahr bietet Chancen für die Entwicklung eines Ganzjahrestourismus. Die Region ist trotz aller örtlicher Unterschiede homogen und kompakt genug, die thematische Ausrichtung glaubwürdig zu vollziehen.

Durch die Fertigstellung der A9, der Pyhrn-Autobahn, die parallel verlaufende B138 und die Pyhrnbahnstrecke ist die Pyhrn-Priel Region mittlerweile verkehrstechnisch optimal an das nationale und internationale Straßen- und Schienennetz angebunden und die Erreichbarkeit der Region hat sich stark verbessert.

Die Zielmärkte im Osten Österreichs, im oberösterreichischen Zentralraum und die deutsche Autobahnachse Passau-Nürnberg-Frankfurt bzw. Regensburg-Dresden-Berlin und die Hoffnungsmärkte Tschechien und Ungarn sind quasi näher gerückt und sind mittlerweile ein echter Wettbewerbsvorteil gegenüber westlicher und südlicher Urlaubsregionen in Österreich.

Es ist allerdings bisher zu wenig gelungen, die positive Bedeutung des Tourismus für Infrastruktur, die Wirtschaft, die Nahversorgung und die einheimische Bevölkerung zu verdeutlichen. Es fehlt noch da und dort das Bewusstsein und Verständnis für die positiven Einflüsse auf die Region bzw. werden negative Begleiterscheinungen in den Vordergrund gerückt.

Tourismus ist keine exakte Wissenschaft, sondern spielt sich sehr stark im emotionalen und persönlichen Bereich ab, wo Eigenschaften wie Gastfreundschaft, Herzlichkeit und Offenheit einen sehr hohen Stellenwert besitzen.

Sehr problematisch ist der starke Rückgang bei den Gästebetten in der Region. Nicht nur die Privatzimmer werden weniger, sondern auch im Bereich der gewerblichen Hotelbetten sind die Rückgänge sehr deutlich und besorgniserregend. Mit dem Rückgang der Gästebett gehen auch die Rückgänge bei den Nächtigungen einher. Die durchschnittliche Auslastung hat sich nicht verschlechtert, im Gegenteil sind die Vollbelegstage in den letzten 10 Jahren in den gewerblichen Unterkünften sogar gestiegen.

Da die Investitionen der bestehenden Betriebe den Rückgang der Gästebetten nicht ausgleichen können, liegen die Hoffnungen in einzelnen Hotelprojekten verschiedener Investoren, um die Defizite in der Suprastruktur aufzuholen. Vor allem im Qualitätsbettenbereich bzw. in der thematischen Orientierung besteht absoluter Handlungsbedarf, den die derzeitigen Leitbetriebe zwar mildern aber nicht zur Gänze abdecken können.

Realistisch betrachtet werden in den nächsten Jahren noch viel mehr Betriebe schließen, da sie über kein marktgerechtes Angebot verfügen und Qualifizierungsmaßnahmen nicht greifen oder zu spät kommen.


Touristische Schwerpunkte (Themen)

Thematische Ausrichtung der Organisation und des Destinationsmarketings

Die Pyhrn-Priel Tourismus GmbH orientiert sich am oberösterreichischen Tourismuskonzept, in dem die Neustrukturierung und Neuorganisation mit dem thematischen Zugang zum Tourismus genau definiert ist.

Die touristischen Themen der Region konzentrieren sich auf

• Wandern und Naturerlebnis
• Golf
• Mountainbike
• Wintersport


Generelle Zielsetzung

Qualifizierung der touristischen Suprastruktur und Infrastruktur der Region Thematische Ausrichtung des touristischen Angebots und thematische Marketingmaßnahmen


Touristische Entwicklungsvision für die Destination

Die Destination Pyhrn-Priel ist eine Ganzjahresregion mit den Themen Wandern und Naturerlebnis, Golf, Mountainbike und Wintersport.
Pyhrn-Priel profiliert sich als Kompetenzzentrum Nr. 1 in Oberösterreich zum Thema Wandern & Naturerlebnis und zum Thema Wintersport.


c. Organisatorische Grundsätze

Aufgabenverständnis der Pyhrn-Priel Tourismus GmbH bzw. des Mehrgemeindigen Tourismusverbandes Pyhrn-Priel

Die Pyhrn-Priel Tourismus GmbH versteht sich als Marketinggesellschaft des Mehrgemeindigen Tourismusverbandes Pyhrn-Priel mit den Kernaufgaben strategische Marketingplanung; touristische Organisation (Naturerlebniscard Pyhrn-Priel und Erlebniscard Pyhrn-Priel, touristisches Meldewesen, Unterstützung, Qualifizierung und Schulung von Tourismusbetrieben); Produktion und Vertrieb von Werbemitteln und Angebotskatalogen; Presse- und Öffentlichkeitsarbeit; Messen und Workshops; Internetmarketing und Betreuung der themenorientierten Angebotsgruppen.

Bündelung des Angebotes und Konzentration der Marketingmittel der Organisation

Mit dem Zusammenschluss der früheren Einzelverbände Hinterstoder, Spital am Pyhrn, Vorderstoder, Klaus und dem früheren Mehrgemeindigen Tourismusverband Windischgarstnertal wurden die Voraussetzungen geschaffen, mehr Mittel für das Aussenmarketing freizumachen. Der nächste Schritt muss es sein, die Mikromarketingmittel mit den Mitteln der Pyhrn-Priel Tourismus GmbH in wesentlich höherem Ausmaß zu bündeln, um die Effizienz der Maßnahmen zu erhöhen.

Zum einen ist dies bei den thematischen Angebotsgruppen möglich und nötig, es sollten aber vor allem im Internetmarketing, bei den Messen und in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit die Kooperationen verstärkt werden.

Ziele der Pyhrn-Priel Tourismus GmbH bzw. des Mehrgemeindigen Tourismusverbandes Pyhrn-Priel

• Bündelung und Konzentration der Marketingmittel der Destination:

Wie bereits bei den wirtschaftlichen Zielen ausgeführt, liegt hier noch einiges an Potential brach ohne den Mitteleinsatz der am Tourismus Beteiligten zu erhöhen.

• Spezialisierung der Mitarbeiter auf Ihre Marketingaufgaben

Durch die Gründung der Pyhrn-Priel Tourismus GmbH konnten im Mitarbeiterbereich vor allem die Synergien genutzt werden, um die vorher fünffach durchzuführenden Arbeiten weitgehend themen- und aufgabenorientiert an einzelne Mitarbeiter zu vergeben und dadurch Spezialisten für gewisse Bereiche heranzubilden.

Mittlerweile gibt es Verantwortliche für die Geschäftsführung; Marketing; Presse- und Öffentlichkeitsarbeit; Messen und Workshops; Internetmarketing; Projekt Card,; Angebotsgruppen; Produktionen bzw. Buchhaltung und Meldewesen.

Hier liegt auch der Schlüssel für eine höhere Effizienz, die Nutzung von Einsparungspotentialen und einen höheren Output bei einem geringfügig gestiegenen Mitarbeiterstand (der allerdings durch die Übernahme des Meldewesens, eigene Buchhaltung, Sonderprojekt Card sonst höher ausfallen hätte müssen).

• Nutzung von Einsparungs- und Synergiepotentialen im Verwaltungsbereich

Höhere Stückzahlen, gemeinsamer Einkauf, zwingende Ausschreibungen und konsequente Nachverhandlungen ergeben im Verwaltungsbereich erstaunliche Einsparungen.

• Kooperation mit den Tourismusbetrieben und Qualifizierung der Betriebe

Die Tourismusbetriebe sind die eigentlichen Eigentümer der Firma Tourismus einer Destination. Jedes Handeln der Tourismusorganisation ist darauf ausgerichtet, die Tourismusinteressenten zu vertreten, beraten, unterstützen und das bestmögliche gemeinschaftliche Marketing zu gewährleisten.

Ein Schwerpunkt wird die Qualifizierung der Betriebe sein, um mit Schulungen, Workshops und Kooperationen den sich ändernden Anforderungen gerecht werden zu können.

• Kooperation und Entwicklung in den einzelnen Tourismusräten

Durch die festgeschriebene Konzentration der Pyhrn-Priel Tourismus GmbH auf das Außenmarketing ist in den letzten Jahren ein gewisses Vakuum im Innenverhältnis entstanden. Es ist jedoch unumgänglich, auch im Innenmarketing mehr Akzente zu setzen, da sonst bei den Tourismusinteressenten ein falscher Eindruck entsteht, da die Außenwirkung innerhalb der Region nicht immer nachvollziehbar ist.

Die wichtigsten Ansprechpartner für die Pyhrn-Priel Tourismus GmbH sind die Tourismusräte in den einzelnen Orten, die sich mit den lokalen touristischen Aufgaben wie Veranstaltungen und Gästeehrungen auseinandersetzen.

Zudem sollte jeder Ort die Möglichkeit nutzen, ein eigenes Profil innerhalb des regionalen touristischen Umfeldes zu entwickeln.


Generelle Ziele zur Finanzierung der Pyhrn-Priel Tourismus GmbH bzw. des Mehrgemeindigen Tourismusverbandes Pyhrn-Priel

• Erhöhung der Einnahmen aus der Tourismusabgabe und Interessentenbeiträge durch die Entwicklung zur Ganzjahresdestination

• Gewinnung von neuen Partnern als Gesellschafter der Pyhrn-Priel Tourismus GmbH und verstärkte Marketingkooperationen mit den Tourismusbetrieben

• Optimierung des Meldewesens

• Weiterentwicklung der Naturerlebniscard und Erlebniscard Pyhrn-Priel

• Themenorientierte strategische Marketing- und Projektplanung mit den Prämissen Kundenorientierung, Optimierung des Marketingbudgets und Weiterentwicklung es infrastrukturellen und betrieblichen Angebots
Personalentwicklung (Mitarbeiterschulungen, …)

Interne Kommunikation und Gruppendynamik sind die wesentlichen allgemeinen Stärken, die von einem Team in einem modernen Unternehmen gefordert werden. Aber auch Werkzeuge zur Arbeitserleichterung und die Weiterbildung in den einzelnen Spezialbereichen stehen in der Prioritätenliste ganz oben.


Evtl. geplante Veränderungen im Gebiet der Destination

Derzeit sind keine Veränderungen im Gebiet der Destination geplant, es gibt allerdings in einigen Projekten und Themen strategische Allianzen mit den Nationalparkregionen Enns- und Steyrtal sowie dem Nationalpark OÖ. Kalkalpen.


2. Ausgangssituation

a. Organisationsstruktur

Mehrgemeindiger Tourismusverband Pyhrn-Priel

Der Mehrgemeindige Tourismusverband Pyhrn-Priel besteht aus den Gemeinden:

• Edlbach
• Hinterstoder
• Klaus an der Pyhrnbahn
• Rosenau am Hengstpaß
• Roßleithen
• Sankt Pankraz
• Spital am Pyhrn
• Vorderstoder
• Windischgarsten

Organe des Mehrgemeindigen Tourismusverbandes Pyhrn-Priel

Die Vollversammlung des MTV:

Die Vollversammlung besteht aus allen Tourismusinteressenten der 9 Gemeinden, den Bürgermeistern und Vertretern der Gemeinden und Kammern.
Die Rechte und Pflichten der Vollversammlung sind im Oberösterreichischen Tourismusgesetz in der jeweils gültigen Fassung festgeschrieben.

Wahl der Kommission:

Jede Gemeinde hat mindestens ein Kommissionsmitglied zu entsenden (9 Kommissionsmitglieder). Ein Kommissionsmitglied wird von den Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen entsendet und die verbleibenden 8 Kommissionsmitglieder werden auf die Gemeinden nach Ihrem Beitrag zum MTV-Budget nominiert (= die Summe der Tourismusabgaben (inkl. Pauschalabgaben) und der Interessentenbeiträge einer Gemeinde). Die Sitze werden nach dem d´Hondtschen Verfahren auf die Gemeinden verteilt.

Die Tourismusinteressenten wählen für Ihre Gemeinde die entsendeten Kommissionsmitglieder und Ersatzmitglieder – das sind 18 Kommissionsmitglieder.

Die Tourismuskommission des MTV:

Die Kommission besteht aus 18 gewählten Mitgliedern. Zusätzlich sind die 9 Bürgermeister der beteiligten Gemeinden in der Kommission vertreten.
Außerdem wird mind. je 1 Vertreter aller in den Gemeinderäten vertretenen Parteien mit beratender Stimme in die Kommission entsandt. Die 3 Kammern, Wirtschaftskammer, die Kammer für Arbeiter und Angestellte und die Landwirtschaftskammer entsenden jeweils einen Vertreter, der beratende Stimme hat.

Die Kommission besteht insgesamt aus mindestens 33 Mitgliedern, davon sind 27 stimmberechtigt.

Die Tourismuskommission wählt aus Ihrer Mitte aus den stimmberechtigten Mitgliedern den Vorstand, der gleichzeitig als Aufsichtsrat der Pyhrn-Priel Tourismus GmbH arbeitet, wobei jeweils ein touristischer Vertreter aus jeder Gemeinde und ein Vertreter der Hinterstoder Wurzeralm Bergbahnen AG nominiert werden muss.

Die Rechte, Pflichten und Aufgaben der Kommission sind im oberösterreichischenTourismusgesetz geregelt und unterscheiden sich nicht von denen eines Einzelverbandes.

Der Vorstand des MTV:

Die Tourismuskommission wählt aus ihrer Mitte den 10-köpfigen Vorstand (Vorsitzende/r, StellvertreterIn und weitere Vorstandsmitglieder), wobei ein Sitz der Hinterstoder Wurzeralm Bergbahnen AG zusteht.

Kassaprüfer:

Die 3 Kassenprüfer werden aus der Mitte der Kommissionsmitglieder gewählt, die nicht dem Vorstand angehören.

Pyhrn-Priel Tourismus GmbH

Die Pyhrn-Priel Tourismus GmbH wurde als operative Marketinggesellschaft gegründet, um die angestrebten Marketingziele erreichen zu können.

Hauptgesellschafter an der Pyhrn-Priel Tourismus GmbH ist der Mehrgemeindige Tourismusverband Pyhrn-Priel mit einem Gesellschaftsanteil von 90 Prozent. 10 Prozent des Gesellschaftsanteiles halten die Hinterstoder Wurzeralm Bergbahnen AG.

Die Geschäftsführung obliegt dem Geschäftsführer im Rahmen des Gesellschaftsvertrages.

Die wichtigen strategischen Entscheidungen und das Controlling erfolgen vom Aufsichtsrat der Pyhrn-Priel Tourismus GmbH, der aus 10 Personen besteht und identisch ist mit dem Vorstand des Mehrgemeindigen Tourismusverbandes Pyhrn-Priel. Der Aufsichtsrat wählt aus seiner Mitte einen Aufsichtsratsvorsitzenden und einen stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden.

Die Geschäftsführung legt für jedes Wirtschaftsjahr ein Budget (Haushaltsvoranschlag) vor, das sowohl von der Kommission des Mehrgemeindigen Tourismusverbandes Pyhrn-Priel als auch vom Aufsichtsrat der Pyhrn-Priel Tourismus GmbH beschlossen wird.

Im Rahmen dieses Budgets werden die einzelnen Maßnahmen von der Geschäftsführung umgesetzt. Die Kontrolle bzw. Entlastung obliegen der Tourismuskommission und dem Aufsichtsrat der Pyhrn-Priel Tourismus GmbH.


Die örtlichen Tourismusräte

Die Tourismusräte gewährleisten die Verbindung der Orte zum MTV. Der örtliche Tourismusrat, deren Vorsitzender stimmberechtigtes Mitglied in der MTV-Kommission sein muss, besteht aus mindestens 3 Mitgliedern pro Gemeinde. Für die weiteren Mitglieder hat der Gemeinderat das Vorschlagsrecht, wobei zu beachten ist, dass die nominierten Personen mit den touristischen Angelegenheiten der Region vertraut sind.

Finanzierung Tourismusräte: Die Tourismusabgabe wird in den A-Gemeinden auf 1,15 Euro und in den B- und C-Gemeinden auf den Höchstsatz angehoben, 0,15 Euro davon bzw. von den Kindernächtigungen 0,07 Euro verbleiben als Budget den örtlichen Tourismusräten zur Bestreitung seiner Aufgaben.

Aufgaben:
• Kontaktfunktionäre zu den örtlichen Tourismusinteressierten
• Wahrnehmung örtlicher Tourismusanliegen wie: Organisation bzw. finanzielle Unterstützung von Veranstaltungen, die nicht vorrangig im Interesse des MTV liegen, Gästeehrungen, örtliches Beschwerde- und Konfliktmanagement, beratende Stimme bei Errichtung von touristischer Infrastruktur, ….
• Rückflüsse an die Gemeinde für die Erhaltung, Pflege und ev. Neuerrichtung von touristischer Infrastruktur
Die Tourismusräte sind verpflichtet, die von MTV/PPT gefassten Beschlüsse loyal im Sinne einer effiziente Arbeitsweise in ihren Orten und zu allen Interessenten durchzutragen.

Bestellung:
Die Bestellung erfolgt im gleichen Rhythmus wie die MTV-Wahlen. Alle in die MTV-Kommission gewählten Interessenten einer Gemeinde sind damit auch Mitglieder des örtlichen Tourismusrates und wählen aus ihrer Mitte einen Vorsitzenden. Für die weiteren Mitglieder hat der Gemeinderat das Vorschlagsrecht, wobei zu beachten ist, dass die nominierten Personen mit den touristischen Angelegenheiten der Region vertraut sind.

Ist nur ein Mitglied eines Ortes in die MTV-Kommission gewählt, so fällt diesem der Vorsitz zu. Die Mitglieder des örtlichen Tourismusrates sind nach Konstituierung auf Gemeindeebene in schriftlicher Form der MTV-Kommission und der Sitzgemeinde zur Kenntnis zu bringen und gelten als bestellt, wenn die genannten Institutionen innerhalb 14 Tagen keinen Einwand erheben.


Infrastruktur und Gemeinden:

Die in der ersten Phase wichtigste Aufgabe lag in der Neustrukturierung der Zuständigkeiten für sämtliche Infrastruktureinrichtungen für den Tourismus.

Ø Loipen, Wanderwege, Rodelbahnen, Radwege und Reitwege werden durch die Gemeinden betreut und finanziert
Ø Schibus wird durch die Bergbahn organisiert, Mischfinanzierung Gemeinden – Bergbahnen; seitens der Gemeinden ist ein Koordinator namhaft zu machen, der deren Interessen vertritt
Ø Gästebetreuung wird von der Tourismusorganisation organisiert und finanziert

Neue regionale Projekte können gemeinsam mit den Gemeinden, Pyhrn-Priel Tourismus GmbH und privaten Beteiligungen erfolgen und unterliegen rein betriebswirtschaftlichen und angebotspolitischen Kriterien.


Entscheidend für den Erfolg als touristische Destination wird es sein, ob das Zusammenspiel der einzelnen Organisationen und Personen funktioniert. Dieses Destinationskonzept soll die gemeinsame Basis für die abgestimmte Weiterentwicklung der Destination Pyhrn-Priel werden.




Finanzierungsübersicht

Die Finanzierung der Organisation erfolgt zum einen aus den Tourismusabgaben und Interessentenbeiträgen, aus Fördermitteln und dem jährlichen Marketingbeitrag der Hinterstoder Wurzeralm Bergbahnen AG und zum anderen aus den Erträgen für Marketingleistungen, Einschaltungen, Buchungsprovisionen und den Einnahmen aus der Naturerlebniscard und Erlebniscard Pyhrn-Priel.

Mit dem Zusammenschluss zum Mehrgemeindigen Tourismusverband Pyhrn-Priel und der Gründung der Pyhrn-Priel Tourismus GmbH konnte der Marketinganteil im Budget in relativen und absoluten Zahlen deutlich gesteigert werden.

Durch die Übernahme des touristischen Meldewesens, die Durchführung der Buchführung im Haus, den Besuch von deutlich mehr Messen als vorher, die eigene Pressearbeit, die intensive Schulungstätigkeit im Internetmarketing für die Vermieter, die Naturerlebniscard Pyhrn-Priel und andere Sonderprojekte sind zwar die Kosten für die Mitarbeiter insgesamt gestiegen, der höhere Output und Kosteneinsparungen in vielen Bereichen für Leistungen, die nicht mehr zugekauft werden, machen diese Erhöhung mehr als wett.

Durch die Entscheidung der Tourismuskommission, einen höheren Anteil der Tourismusabgabe für Infrastrukturprojekte in den Orten zu belassen, wird das Marketingbudget um ca. € 100.000 pro Jahr verringert.

Langfristig sind durchaus noch einige Finanzierungs- bzw. Einsparungspotentiale möglich, die die Marketingschlagkraft der Organisation weiter stärken.


Voranschlag 2004 - 2005

Einnahmen ordentlicher Haushalt 1.395.000,00
Ausgaben ordentlicher Haushalt 1.395.000,00
Überschuss/Abgang 0,00


2004/2005
EINNAHMEN Voranschlag %


1. Gesellschafterzuschuss MTV
1.1. davon Interessenbeiträge 210.000,00 15,05
1.2. davon Tourismusabgabe 410.000,00 29,39
1.3. davon Zweitwohnsitzabgabe 80.000,00 5,73
Summe Gesellschafterzuschuss MTV 700.000,00 50,18

2. Freiwillige Zuwendungen
2.1. Gemeinde
2.2. Land (TIP-Antrag) 110.000,00 7,89
2.3. Private (Bergbahnen) 87.000,00 6,24
Summe freiwillige Zuwendungen 197.000,00 14,12

3. Erlöse aus Leistungen des MTV
3.1. Verkauf und Leistungen 44.000,00 3,15
3.2. Beratungsleistungen Netmarketing 1.000,00 0,07
3.3. Buchungsprovisionen 5.000,00 0,36
3.4. Dienstleistungen 3.000,00 0,22
Summe Erlöse Leistungen des MTV 53.000,00 3,80

4. Sonstige Einnahmen
4.1. Kostenbeteiligungen Druckwerke 65.000,00 4,66
4.2. Sponsoring, Inserate 10.000,00 0,72
4.3. Angebotsplattformen und -gruppen; 35.000,00 2,51
4.4. Messen Vermieterbeteiligungen 12.000,00 0,86
4.5. Skibus, Nahverkehr 55.000,00 3,94
4.6. Erlebniscard Pyhrn-Priel 55.000,00 3,94
4.7. Naturerlebniscard Pyhrn-Priel 210.000,00 15,05
Summe Sonstige Einnahmen 442.000,00 31,68

5. Vermögensveräußerungen 3.000,00 0,22

SUMME EINNAHMEN 1.395.000,00 100,0



AUSGABEN Voranschlag %
1. Marketingausgaben

1.1. Werbung
1.1.1. Prospekte und Werbemittel 70.000,00 5,02
1.1.2. Werbefotos und -zukauf 3.000,00 0,22
1.1.3. Inserate, Plakate, sonstige Printwerbung 15.000,00 1,08
1.1.4. Radio- und TV-Produktionen 15.000,00 1,08
1.1.5. Sonstige Werbemedien, Marke 5.000,00 0,36
1.1.6. Werbemittelversand, Mailings 20.000,00 1,43
1.1.7. Gemeinschaftswerbg., Panoramakameras 62.000,00 4,44
1.1.8. Angebotsgruppenmarketing 40.000,00 2,87
1.1.9. Sonstige Werbung 5.000,00 0,36
1.1.10. Destinationsentwicklung, Angebotsgestaltg. 5.000,00 0,36
1.1.11. Reisekosten Marketing 1.000,00 0,07
Summe Werbung 241.000,00 17,28

1.2. Presse und Öffentlichkeitsarbeit
1.2.1. Pressekonferenzen 2.000,00 0,14
1.2.2. Pressereisen; Presseinladungen 15.000,00 1,08
1.2.3. Presseerfolgskontrolle 1.000,00 0,07
1.2.4. Reisekosten Pressebetreuung 2.000,00 0,14
1.2.5. Pressekooperationen 10.000,00 0,72
1.2.6. Sonstige Presse und Öffentlichkeitsarbeit 3.000,00 0,22
Summe Presse und Öffentlichkeitsarbeit 33.000,00 2,37

1.3. Messen/ARGE Nationalparkregion
1.3.1. Aufwendungen für Messen 36.000,00 2,58
1.3.2. Workshops 3.000,00 0,22
1.3.3. Reise-Aufenthaltskosten Messen/Workshops 20.000,00 1,43
Summe Verkaufsförderung 59.000,00 4,23

1.4. Internetmarketing
1.4.1. Regionsplattform 3.000,00 0,22
1.4.2. Feratel Generallizenz + Leistungen 9.000,00 0,65
1.4.3. Tiscover 19.000,00 1,36
1.4.4. Schulung, Aus- und Weiterbildung 3.000,00 0,22
1.4.5. Netmarketing 15.000,00 1,08
1.4.6. Domains und Hosting 5.000,00 0,36
1.4.7. Suchmaschinenmanagement 3.000,00 0,22
Summe Internetmarketing 57.000,00 4,09

1.5. Sonstige Marketingaktivitäten
1.5.1. Veranstaltungen, Events 25.000,00 1,79
1.5.2. Allgemeine Repräsentation, Einladungen 5.000,00 0,36
1.5.3. Sponsoring, Werbekooperationen 5.000,00 0,36
1.5.4. Übrige sonstige Marketingaktivitäten 5.000,00 0,36
1.5.5. Skibus, Nahverkehr 60.000,00 4,30
1.5.6. Card-Marketing 30.000,00 2,15
1.5.7. Sonderprojekte Marketing 10.000,00 0,72
1.5.8. Innenmarketing 10.000,00 0,72
1.5.9. Tourismusräte Angebotsgestaltung 100.000,00 7,17
Summe Sondermarketing 250.000,00 17,92

Zwischensumme 640.000,00 45,88
2004/2005
AUSGABEN Voranschlag %

Übertrag von Seite 2 640.000,00 45,88

1.6 Card und Sonderprojekte
1.6.1. Card-Erlösverteilung 150.000,00 10,75
1.6.2. Card-Verwaltungskosten 20.000,00 1,43
1.6.3. Card-Rückzahlung 50.000,00 3,58
1.6.4. Sonderprojekt Nationalparkrast 25.000,00 1,79
Summe Card und Sonderprojekte 245.000,00 17,56

1.7 Refundierg.Tourismusräte/Gemeinden
1.7.1. Infrastrukturanteil Gemeinden 60.000,00 4,30
Refundierung Tourismusräte/Gemeinden 60.000,00 4,30

2. Personalausgaben
2.1. Löhne und Gehälter 255.000,00 18,28
2.2. Sozialaufwendungen, Steuern 55.000,00 3,94
2.3. Dienstgeberabgaben 20.000,00 1,43
2.4. Sonstige Sozialaufwendungen, Reisekosten 4.200,00 0,30
2.5. Aufwandsentschädigungen 4.800,00 0,34
2.6. Weiterbildung 3.000,00 0,22
Summe Personalausgaben 342.000,00 24,52

3. Sachausgaben
3.1. Kommunikation/EDV 25.000,00 1,79
3.2. Postgebühren 3.000,00 0,22
3.3. Büromaterial 6.000,00 0,43
3.4. Fachliteratur, Zeitschriften 500,00 0,04
3.5. Miete und Betriebskosten 18.000,00 1,29
3.6. Versicherungen 3.300,00 0,24
3.7. Rechts- und Steuerberatung 6.000,00 0,43
3.8. Instandhaltung 5.000,00 0,36
3.9. Rückstellung Prozesskosten 15.000,00 1,08
Summe Sachausgaben 81.800,00 5,86

4. Sonstige Ausgaben
4.1. Sollzinsen 10.000,00 0,72
4.2. Spesen und Geldverkehr 1.200,00 0,09
4.3. Steuern, Abgaben und Gebühren 2.000,00 0,14
4.4. Sonstige Ausgaben 10.000,00 0,72
4.5. Abschreibungen/Tilgung 0,00
Summe Sonstige Ausgaben 23.200,00 1,66

5. Investitionen
5.1. Sachanlagen 2.000,00 0,14
5.2. GWG 1.000,00 0,07
Summe Investitionen 3.000,00 0,22

SUMME AUSGABEN 1.395.000,00 100,0

b. Betriebliche Betten-, Nächtigungs-, Ankünfte- und Auslastungsstatistik:

Ankünfte und Nächtigungen im Tourismusjahr nach Kategorien
AK 2002/03 AK 2003/04 Veränd. abs. Veränd. in % NÄ 2002/03 NÄ 2003/04 Veränd. abs. Veränd. in % Anteil an Gesamt-NÄ.
Gewerbl. Beherbergungsbetriebe 72.078 78.081 6.003 8,3 323.477 307.683 -15.794 -4,9 61,8%
2/1*- und nicht kateg. Betriebe 11.068 16.835 5.767 52,1 46.258 65.169 18.911 40,9 13,1%
3*-Betriebe 35.556 31.463 -4.093 -11,5 146.780 116.028 -30.752 -21,0 23,3%
5/4*-Betriebe 23.852 27.462 3.610 15,1 121.249 113.049 -8.200 -6,8 22,7%
Ferienwhg.,-haus gewerblich 1.602 2.321 719 44,9 9.190 13.437 4.247 46,2 2,7%
Privatunterkünfte 14.800 14.567 -233 -1,6 81.685 77.891 -3.794 -4,6 15,7%
Ferienwhg.,-haus(priv.) auf BH 2.811 3.255 444 15,8 17.517 18.705 1.188 6,8 3,8%
Ferienwhg.,-haus(priv.) nicht a. BH 2.846 2.831 -15 -0,5 16.608 16.186 -422 -2,5 3,3%
Privatquartiere auf Bauernhof 4.574 4.909 335 7,3 24.431 25.412 981 4,0 5,1%
Privatquartiere nicht auf Bauernhof 4.569 3.572 -997 -21,8 23.129 17.588 -5.541 -24,0 3,5%
Sonstige Beherbergungsbetriebe 49.663 31.596 -18.067 -36,4 134.133 111.972 -22.161 -16,5 22,5%
Bewirtschaftete Schutzhütten 14.420 7.956 -6.464 -44,8 19.490 13.132 -6.358 -32,6 2,6%
Campingplatz 4.072 830 -3.242 -79,6 8.829 2.296 -6.533 -74,0 0,5%
Jugendherbergen, -gästehäuser 5.419 2.741 -2.678 -49,4 10.251 9.094 -1.157 -11,3 1,8%
Kinder-, Jugenderholungsheime 19.280 15.067 -4.213 -21,9 72.680 69.246 -3.434 -4,7 13,9%
Private und öffentl. Kurheime 2.012 2.039 27 1,3 9.788 9.118 -670 -6,8 1,8%
Sonstige Unterkünfte 4.460 2.963 -1.497 -33,6 13.095 9.086 -4.009 -30,6 1,8%
Pyhrn-Priel 136.541 124.244 -12.297 -9,0 539.295 497.546 -41.749 -7,7 100,0%


AK u. NÄ in Gemeinden MTV Pyhrn-Priel nach Unterkunftsarten TJ 2003/2004
Ankünfte Nächtigungen
TJ TJ Veränderung TJ TJ Veränderung
2003 2004 absolut % 2003 2004 absolut %
Pyhrn-Priel 136.541 124.244 -12.297 -9,0 539.295 497.546 -41.749 -7,7
Edlbach 21.277 22.280 1.003 4,7 93.967 90.378 -3.589 -3,8
Gewerbl. Beherbergungsbetriebe 20.288 21.122 834 4,1 87.686 84.074 -3.612 -4,1
2/1*- und nicht kategorisierte Betriebe 613 4.947 4.334 707,0 3.215 17.024 13.809 429,5
3*-Betriebe 10.282 7.680 -2.602 -25,3 35.949 24.395 -11.554 -32,1
5/4*-Betriebe 9.393 8.404 -989 -10,5 48.522 42.267 -6.255 -12,9
Ferienwhg.,-haus gewerblich - 91 91 - - 388 388 -
Privatunterkünfte 989 1.158 169 17,1 6.281 6.304 23 0,4
Ferienwhg.,-haus(priv.) auf BH 137 362 225 164,2 1.133 2.026 893 78,8
Ferienwhg.,-haus(priv.) nicht a. BH 70 71 1 1,4 456 406 -50 -11,0
Privatquartiere auf Bauernhof 637 531 -106 -16,6 3.853 2.846 -1.007 -26,1
Privatquartiere nicht auf Bauernhof 145 194 49 33,8 839 1.026 187 22,3
Hinterstoder 43.413 29.614 -13.799 -31,8 143.047 128.474 -14.573 -10,2
Gewerbl. Beherbergungsbetriebe 16.932 16.903 -29 -0,2 81.570 78.667 -2.903 -3,6
2/1*- und nicht kategorisierte Betriebe 4.531 4.536 5 0,1 18.468 20.314 1.846 10,0
3*-Betriebe 6.633 6.616 -17 -0,3 36.733 31.181 -5.552 -15,1
5/4*-Betriebe 4.927 4.828 -99 -2,0 21.604 20.879 -725 -3,4
Ferienwhg.,-haus gewerblich 841 923 82 9,8 4.765 6.293 1.528 32,1
Privatunterkünfte 5.005 4.203 -802 -16,0 23.957 21.065 -2.892 -12,1
Ferienwhg.,-haus(priv.) auf BH 602 512 -90 -15,0 2.775 2.524 -251 -9,0
Ferienwhg.,-haus(priv.) nicht a. BH 1.259 1.284 25 2,0 6.460 6.835 375 5,8
Privatquartiere auf Bauernhof 1.275 1.204 -71 -5,6 5.980 6.153 173 2,9
Privatquartiere nicht auf Bauernhof 1.869 1.203 -666 -35,6 8.742 5.553 -3.189 -36,5
Sonstige Beherbergungsbetriebe 21.476 8.508 -12.968 -60,4 37.520 28.742 -8.778 -23,4
Bewirtschaftete Schutzhütten 6.577 1.728 -4.849 -73,7 8.354 4.133 -4.221 -50,5
Jugendherbergen, -gästehäuser 5.419 2.741 -2.678 -49,4 10.251 9.094 -1.157 -11,3
Kinder-, Jugenderholungsheime 6.872 1.819 -5.053 -73,5 8.577 5.836 -2.741 -32,0
Private und öffentl. Kurheime 1.052 1.041 -11 -1,0 6.040 5.085 -955 -15,8
Sonstige Unterkünfte 1.556 1.179 -377 -24,2 4.298 4.594 296 6,9
Klaus 9.524 5.317 -4.207 -44,2 33.932 20.444 -13.488 -39,8
Gewerbl. Beherbergungsbetriebe 1.674 871 -803 -48,0 3.259 1.700 -1.559 -47,8
2/1*- und nicht kategorisierte Betriebe 248 161 -87 -35,1 491 357 -134 -27,3
3*-Betriebe 1.426 327 -1.099 -77,1 2.768 737 -2.031 -73,4
5/4*-Betriebe - 383 383 - - 606 606 -
Privatunterkünfte 260 232 -28 -10,8 1.081 920 -161 -14,9
Ferienwhg.,-haus(priv.) auf BH - 3 3 - - 24 24 -
Ferienwhg.,-haus(priv.) nicht a. BH 2 2 - - 15 8 -7 -46,7
Privatquartiere auf Bauernhof 76 116 40 52,6 236 440 204 86,4
Privatquartiere nicht auf Bauernhof 182 111 -71 -39,0 830 448 -382 -46,0
Sonstige Beherbergungsbetriebe 7.590 4.214 -3.376 -44,5 29.592 17.824 -11.768 -39,8
Bewirtschaftete Schutzhütten 144 - -144 -100,0 144 - -144 -100,0
Campingplatz 2.969 - -2.969 -100,0 6.114 - -6.114 -100,0
Kinder-, Jugenderholungsheime 4.477 4.214 -263 -5,9 23.334 17.824 -5.510 -23,6
Rosenau 1.050 927 -123 -11,7 4.749 3.396 -1.353 -28,5
Anmerkungen:
Die Angabe "-" bedeutet: der Wert für den Vergleichszeitraum fehlt oder es wurde der Wert "0" gemeldet - Vergleiche sind nicht immer sinnvoll. Neuregelung der
FV-Statistik ab Nov. '97 (z.B. Neue Unterkunftsart "Ferienwhg. gew." u.a.). Zu Vergleichszwecken wurden Daten vor Nov. '97 lt. Stat. Austria-Quoten umgerechnet.
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Quelle: Statistik Austria bzw. Abteilung Statistik/Amt der Oö. Landesregierung
ARGE: Abteilung Statistik - Oberösterreich Tourismus - kis - Krenn Informationssysteme

Ankünfte Nächtigungen
TJ TJ Veränderung TJ TJ Veränderung
2003 2004 absolut % 2003 2004 absolut %
Gewerbl. Beherbergungsbetriebe 361 542 181 50,1 1.201 1.647 446 37,1
2/1*- und nicht kategorisierte Betriebe 302 266 -36 -11,9 852 781 -71 -8,3
Ferienwhg.,-haus gewerblich 59 276 217 367,8 349 866 517 148,1
Privatunterkünfte 402 385 -17 -4,2 2.520 1.749 -771 -30,6
Ferienwhg.,-haus(priv.) auf BH 178 174 -4 -2,2 1.179 734 -445 -37,7
Ferienwhg.,-haus(priv.) nicht a. BH 164 162 -2 -1,2 1.011 793 -218 -21,6
Privatquartiere auf Bauernhof 17 3 -14 -82,4 34 5 -29 -85,3
Privatquartiere nicht auf Bauernhof 43 46 3 7,0 296 217 -79 -26,7
Sonstige Beherbergungsbetriebe 287 - -287 -100,0 1.028 - -1.028 -100,0
Bewirtschaftete Schutzhütten 287 - -287 -100,0 1.028 - -1.028 -100,0
Roßleithen 5.167 6.448 1.281 24,8 21.308 24.363 3.055 14,3
Gewerbl. Beherbergungsbetriebe 977 1.757 780 79,8 5.779 7.884 2.105 36,4
3*-Betriebe 977 1.757 780 79,8 5.779 7.884 2.105 36,4
Privatunterkünfte 1.585 2.156 571 36,0 10.241 12.540 2.299 22,4
Ferienwhg.,-haus(priv.) auf BH 394 547 153 38,8 2.953 3.402 449 15,2
Ferienwhg.,-haus(priv.) nicht a. BH 299 368 69 23,1 2.102 1.981 -121 -5,8
Privatquartiere auf Bauernhof 726 1.063 337 46,4 4.394 6.119 1.725 39,3
Privatquartiere nicht auf Bauernhof 166 178 12 7,2 792 1.038 246 31,1
Sonstige Beherbergungsbetriebe 2.605 2.535 -70 -2,7 5.288 3.939 -1.349 -25,5
Bewirtschaftete Schutzhütten 1.274 1.677 403 31,6 1.313 1.770 457 34,8
Campingplatz 694 9 -685 -98,7 1.383 17 -1.366 -98,8
Kinder-, Jugenderholungsheime 232 221 -11 -4,7 1.790 1.127 -663 -37,0
Sonstige Unterkünfte 405 628 223 55,1 802 1.025 223 27,8
Spital a.Pyhrn 34.775 33.141 -1.634 -4,7 116.167 114.644 -1.523 -1,3
Gewerbl. Beherbergungsbetriebe 14.926 14.636 -290 -1,9 42.849 42.443 -406 -0,9
2/1*- und nicht kategorisierte Betriebe 2.775 3.379 604 21,8 9.245 11.904 2.659 28,8
3*-Betriebe 12.123 11.181 -942 -7,8 33.477 30.270 -3.207 -9,6
Ferienwhg.,-haus gewerblich 28 76 48 171,4 127 269 142 111,8
Privatunterkünfte 3.284 3.341 57 1,7 16.775 17.295 520 3,1
Ferienwhg.,-haus(priv.) auf BH 486 569 83 17,1 3.198 3.204 6 0,2
Ferienwhg.,-haus(priv.) nicht a. BH 221 287 66 29,9 1.133 1.641 508 44,8
Privatquartiere auf Bauernhof 1.492 1.372 -120 -8,0 7.687 6.542 -1.145 -14,9
Privatquartiere nicht auf Bauernhof 1.085 1.113 28 2,6 4.757 5.908 1.151 24,2
Sonstige Beherbergungsbetriebe 16.565 15.164 -1.401 -8,5 56.543 54.906 -1.637 -2,9
Bewirtschaftete Schutzhütten 6.138 4.551 -1.587 -25,9 8.651 7.229 -1.422 -16,4
Campingplatz 409 817 408 99,8 1.332 2.259 927 69,6
Kinder-, Jugenderholungsheime 7.487 7.857 370 4,9 37.546 38.793 1.247 3,3
Private und öffentl. Kurheime 960 998 38 4,0 3.748 4.033 285 7,6
Sonstige Unterkünfte 1.571 941 -630 -40,1 5.266 2.592 -2.674 -50,8
St.Pankraz (ab Nov. 03) - 305 305 - - 2.265 2.265 -
Privatunterkünfte - 305 305 - - 2.265 2.265 -
Ferienwhg.,-haus(priv.) auf BH - 193 193 - - 1.621 1.621 -
Privatquartiere auf Bauernhof - 112 112 - - 644 644 -
Vorderstoder 7.742 8.826 1.084 14,0 44.679 46.557 1.878 4,2
Anmerkungen:
Die Angabe "-" bedeutet: der Wert für den Vergleichszeitraum fehlt oder es wurde der Wert "0" gemeldet - Vergleiche sind nicht immer sinnvoll. Neuregelung der
FV-Statistik ab Nov. '97 (z.B. Neue Unterkunftsart "Ferienwhg. gew." u.a.). Zu Vergleichszwecken wurden Daten vor Nov. '97 lt. Stat. Austria-Quoten umgerechnet.
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Ankünfte Nächtigungen
TJ TJ Veränderung TJ TJ Veränderung
2003 2004 absolut % 2003 2004 absolut %
Gewerbl. Beherbergungsbetriebe 5.502 6.751 1.249 22,7 30.682 34.765 4.083 13,3
2/1*- und nicht kategorisierte Betriebe 2.407 3.366 959 39,8 11.072 14.114 3.042 27,5
3*-Betriebe 2.421 2.562 141 5,8 15.661 15.612 -49 -0,3
Ferienwhg.,-haus gewerblich 674 823 149 22,1 3.949 5.039 1.090 27,6
Privatunterkünfte 2.240 2.075 -165 -7,4 13.997 11.792 -2.205 -15,8
Ferienwhg.,-haus(priv.) auf BH 894 745 -149 -16,7 5.601 4.237 -1.364 -24,4
Ferienwhg.,-haus(priv.) nicht a. BH 735 467 -268 -36,5 4.850 3.197 -1.653 -34,1
Privatquartiere auf Bauernhof 346 500 154 44,5 2.177 2.634 457 21,0
Privatquartiere nicht auf Bauernhof 265 363 98 37,0 1.369 1.724 355 25,9
Windischgarsten 13.593 17.386 3.793 27,9 81.446 67.025 -14.421 -17,7
Gewerbl. Beherbergungsbetriebe 11.418 15.499 4.081 35,7 70.451 56.503 -13.948 -19,8
2/1*- und nicht kategorisierte Betriebe 192 180 -12 -6,3 2.915 675 -2.240 -76,8
3*-Betriebe 1.694 1.340 -354 -20,9 16.413 5.949 -10.464 -63,8
5/4*-Betriebe 9.532 13.847 4.315 45,3 51.123 49.297 -1.826 -3,6
Ferienwhg.,-haus gewerblich - 132 132 - - 582 582 -
Privatunterkünfte 1.035 712 -323 -31,2 6.833 3.961 -2.872 -42,0
Ferienwhg.,-haus(priv.) auf BH 120 150 30 25,0 678 933 255 37,6
Ferienwhg.,-haus(priv.) nicht a. BH 96 190 94 97,9 581 1.325 744 128,1
Privatquartiere auf Bauernhof 5 8 3 60,0 70 29 -41 -58,6
Privatquartiere nicht auf Bauernhof 814 364 -450 -55,3 5.504 1.674 -3.830 -69,6
Sonstige Beherbergungsbetriebe 1.140 1.175 35 3,1 4.162 6.561 2.399 57,6
Campingplatz - 4 4 - - 20 20 -
Kinder-, Jugenderholungsheime 212 956 744 350,9 1.433 5.666 4.233 295,4
Sonstige Unterkünfte 928 215 -713 -76,8 2.729 875 -1.854 -67,9


c. Entwicklung der Nächtigungszahlen, Ankünfte, Betten und Auslastung

In Summe entwickeln sich die Nächtigungszahlen der letzten Jahre rückläufig. Diese Rückgänge sind in Summe besorgniserregend und dürften alleine mit dem Marketingansatz nicht umkehrbar sein. Bei einer genaueren Analyse der Übernachtungen zeigt sich, dass vor allem der Privatzimmerbereich, die Sonstige Beherbergung und die unteren Kategorien im Gewerbebereich zu den Verlierern zählen.

Hingegen sind die Nächtigungen im 4-Stern-Bereich und bei den Ferienwohnungen am Bauernhof auch in absoluten Zahlen gestiegen.

Bei der Auslastung zeigt sich, dass diese im gewerblichen Bereich am Höchsten ist, knapp gefolgt von den Sonstigen Beherbergungsbetrieben (Jugendherbergen, Schutzhütten, Kurheime, Campingplätze, Erholungsheime und ähnliche Betriebe), die Auslastung der Privatvermieter ist wesentlich geringer.

Bei den gewerblichen Betrieben ist die Auslastung sogar gestiegen, aber bei den Sonstigen Beherbergungsbetrieben und Privatvermietern deutlich gesunken.

Die touristischen Betten sind in der Region alleine von 1998 auf 2003 um 11,55 Prozent weniger geworden, wobei hier der Rückgang im gewerblichen Bereich am größten ist.

Sehr wenig verändert haben sich die Ankünfte in den letzten Jahren – das heißt, die Anzahl der Nächtigungsgäste ist über die Jahre relativ konstant geblieben, gesunken ist aber die durchschnittliche Aufenthaltsdauer.

Schlussfolgerung: nicht der Rückgang der Nächtigungen an sich ist das alleinige Problem, die Region hat dramatisch an Beherbergunsbetrieben und Betten verloren und zwar in allen Kategorien. Der Rückgang bei der Aufenthaltsdauer liegt im allgemeinen Trend. Wir brauchen also mehr Gäste und mehr Betten im Qualitätsbereich (4-Stern- oder spezialisierte 3-Stern-Betriebe bzw. innovative Urlaub am Bauernhof bzw. Privatzimmervermieter).

Diese Problematik kann der Tourismusverband alleine nicht lösen, hier ist ein Schulterschluss mit den Betrieben, mit den Kammern und mit dem Land Oberösterreich notwendig, um 1. die Qualifizierung der bestehenden Betriebe zu verbessern und 2. alle Anstrengungen zu unternehmen, um neue Hotelbetriebe anzusiedeln.

Die positiven Beispiele in allen Betriebsgrößen und Kategorien zeigen, dass bei einem entsprechenden Angebot und persönlichem Engagement eine sehr viel höhere Auslastung möglich ist.


3. Themen


3.1. Thema Wandern und Naturerlebnis

Das Thema Wandern und Naturerlebnis ist ein Kernthema der Destination Pyhrn-Priel.

3.1.1. Ziele

Sensibilisierung und Aktivierung für das Thema Wandern in der Destination Pyhrn-Priel und die Nutzung der Voraussetzungen und des Image des Nationalparks Kalkalpen

Entwicklung zum führenden Kompetenzzentrum in Oberösterreich zum Thema Wandern und Naturerlebnis

Weiterentwicklung der Wanderspezialisten Nationalpark Kalkalpen Region mit Qualitätssicherung, Angebotsbündelung und Produkt-Entwicklung

Entwicklung und Verbesserung der Dienstleistungskette mit den Betrieben und Partnern innerhalb und außerhalb der Destination

Schaffung eines thematischen Leitweges für die Region im alpinen Bereich und im Tal-/Almen-/Hüttenbereich mit der Inszenierung als Naturschaufenster

Entwicklung und Umsetzung eines attraktiven, leicht bedienbaren und thematisiertem Global Positioning Systems (GPS)

Weiterentwicklung und Verbesserung der Naturerlebniscard und der Erlebniscard Pyhrn-Priel zum Thema Wandern


Entwicklungsstrategie Infrastruktur/Suprastruktur (Beherbergung)

Entwicklung und Verankerung des Wanderkompetenzzentrums Pyhrn-Priel mit Wegen, Wegeleitsystem, Leitweg(en) und Dienstleistungen unter Nutzung der Naturerlebniscard und Erlebniscard Pyhrn-Priel

Sicherung der Betriebsstruktur in der Beherbergung mit den Wanderspezialisten Nationalpark Kalkalpen Region und die Vernetzung der Gastronomie, Almhütten, Bergbahnen, Nationalpark, Führer und Partner zum Thema Wandern und Naturerlebnis

Beratung und Schulung der Tourismus- und Freizeitbetriebe zur Profilierung und verstärkten Identifikation mit dem Thema Wandern- und Naturerlebnis

Entwicklung und Vermarktung von buchbaren Produkten zum Thema gemeinsam mit den Betrieben

3.1.2. Marketingstrategie

a. Zielmärkte

Segment 1
Oberösterreich, nördliche Steiermark
Ostösterreich
Achse Passau-Nürnberg-Ruhrgebiet
Achse Passau-Dresden-Berlin
Tschechien

Segment 2
Rest von Österreich
Rest von Deutschland
Ungarn

Segment 3
Holland
Belgien

b. Zielgruppen – Gästetypen

Individualgäste aus dem eher städtischen Bereich
Reisegruppen (Wandervereine, Organisationen, kleine Reiseveranstalter)
Familien

c. Produkte

Thematische Leistungsbündel für verschiedene Gästetypen mit den Ausprägungen Natur und Romantik; Geselligkeit; Forschen und Entdecken und Familien

Produkte mit dem Nationalpark OÖ Kalkalpen

Trends Nordic walking und Schneeschuhwandern

Leitwanderweg der Region als buchbares Produkt

Kombination mit anderen Themen:

Schneeschuhwandern und Winterwandern mit Wintersport,
Wandern und Mountainbike

d. Strategische Ansätze im Marketing-Mix

Internetmarketing
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Messen und Workshops
Direct marketing (Betriebe)
Klassische Werbung
Kooperationen und Cross-Marketing

3.2. Thema Mountainbike
Allgemeines
Beim Thema Mountainbiken handelt es sich um ein Kernthema der Region Pyhrn-Priel. Derzeit stehen mehrere anspruchsvolle Strecken und eine Downhill-Strecke für Profis zur Verfügung. Schwierig wird es sein, in den nächsten Jahren neue Strecken zu gewinnen. Stattdessen soll ein Fokus auf einer qualitativen Verbesserung der Strecken (einheitliches Beschilderungssystem) und auf einer Weiterentwicklung der regionalen Angebotsgruppe „Rad & Bike“ in Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft liegen.

3.2.1. Ziele
• Positionierung der Region Pyhrn-Priel als Raddestination sowohl für Kurzreisegäste als auch für Tagesgäste
• Forcierung und Ausbau der bestehenden regionalen Angebotsgruppe „Rad & Bike“
• Zusammenarbeit mit der Angebotsgruppe und den Rad-Kompetenzzentren Oberösterreichs bzw. Schaffung eines qualitativ hochwertigen Internetauftrittes (Verlinkung mit OÖ-Plattform bzw. nationalen Internet-Plattformen)
• Aufbau strategischer Allianzen mit themenaffinen Partnern aus Handel, Industrie und Sport
• Beratung und Schulung von Tourismus- und Freizeitbetrieben hinsichtlich Profilierung
• Schulung von Mitarbeitern in Tourismus- und Freizeitbetrieben zur verstärkten Identifikation mit dem Thema Mountainbike
• Schaffung von qualitativ hochwertigen Produkten
• Schaffung eines Mountainbike-Kompetenzzentrums „Nationalpark Kalkalpen“

Entwicklungsstrategie
• infrastrukturelle Absicherung, weitere Attraktivierung der Radwege
• Entwicklung eines benutzerfreundlichen Beschilderungs- und Infosystems
• Einbindung der öffentlichen Verkehrsmittel als Zubringer und Verbindung („Radtaxi“ im Vergleich zu „Wandertaxi“)
• Sicherung einer adäquaten Struktur in den Bereichen Beherbergung / Gastronomie / Rad-Service-Stellen / Info-Stellen
• Errichtung einer übersichtlichen Internetdarstellung und Verlinkung mit den Portalen des OÖ Tourismus bzw. anderer (nationaler) Partner

3.2.2. Marketingstrategie

a. Zielmärkte:
Segment 1:
Oberösterreich (Zentralraum)
angrenzende Bezirke NÖ und Stmk.

Segment 2:
Oberösterreich gesamt
Wien, NÖ, Steiermark
Süddeutschland (Bayern, Baden-Württemberg)
Tschechien, Ungarn

Segment 3:
Rest Österreich
Rest Deutschland
Benelux-Länder

b. Zielgruppen:

neue Familien („Patchworkfamilien“, Großeltern mit Kindern, Single mit Kind, Partner ohne Kinder usw.)
Gruppen wie Freizeitpartscherschaften usw. (überwiegend 2-4 Personen, überwiegend männlich)
Zielgruppe 50+
c. Produkte (Produkt-Markt-Kombination):
Langfirst-Route
Panoramaroute
Garstnertaler Höhenrunde
Hutterer Böden – Vorderstoder

Entwicklung marktfähiger tagestouristischer Produkte
Entwicklung von mehrtägigen Pauschalangeboten für den Nächtigungsgast


d. Strategische Ansätze im Marketing-Mix:
Die strategische Maßnahmenplanung der Jahre 2005 – 2008 wird sich an den Anforderungen, Erwartungshaltungen und Imagezuweisungen der bestehenden und potenziellen Gäste ausrichten.
Entwicklung von mehrtägigen Pauschalangeboten (Zusammenarbeit evtl. mit OÖ Touristik)
Eventisierung – Rad-Events (Downhillrennen usw.)
Aufbau und Intensivierung mit themenaffinen Partnern aus Handel, Industrie und Sport
Aufbau und Forcierung einer Internet-Präsentation


Entwicklungs-Maßnahmen:
Erweiterung des Mountainbike-Streckennetzes mit Übergängen in die benachbarten Nationalparkregionen, das Almtal und in die Steiermark

Schaffung eines Mountainbike-Kompetenzzentrums „Nationalpark Kalkalpen“ gemeinsam mit dem OÖ Tourismus

Qualifizierung von Beherbergung und Gastronomie (Sicherung einer adäquaten Struktur in den Bereichen Beherbergung und Gastronomie entlang der Radwege bzw. in der Region

Erfüllung einheitlicher, standardisierter Qualitätskriterien; Qualitätssicherung


3.3. Thema Golf

Allgemeines
Das Thema Golf wird ein Kernthema der Destination.
Golf verzeichnet immer noch sehr hohe Zuwachsraten
Kann bis ins hohe Alter ausgeübt werden
Golftourismus ist in der Reisebranche eine wichtige Sparte geworden

Golfurlauber gilt als reise- und genussfreudiger Gast – sucht das Naturerlebnis, Herausforderung, Erholung und Entspannung und ist bereits, dafür einiges auszugeben.

Golfschule


3.3.1. Ziele
Sympathie-Steigerung für den Golfsport innerhalb der Bevölkerung. Golf entwickelt sich immer mehr vom Elite- zum Breitensport. Es handelt sich um einen nicht unerheblichen Wirtschaftsfaktor und Tourismusmagnet, der sich weg vom Elite- und hin zum Volkssport entwickelt.
Entwicklung eines touristischen Golf-Angebotes: Maßgeschneiderte Golfpackages – Zusammenspiel von Hotels, Gastronomie und örtlicher Wirtschaft.
Golf für Kinder und Jugendliche: Der Anteil der Altersgruppe unter 14 Jahren ist mit über 50 Prozent sehr hoch
Entwicklung der bisherigen Golf-Partner-Hotellerie bzw. von Partnerbetrieben zu echten „Golfhotels“ mit entsprechender Kompetenz (Angebotsgruppe Golf wurde ins Leben gerufen – Erfüllung einheitlicher Mindest-Qualitätsstandards betreffend Ausstattung, Ausrüstung, Kompetenz der Mitarbeiter, Vermittlung von Leistungen, Organisation von Turnieren usw.)


3.3.2. Marketingstrategie

Entwicklung eines touristisch fokussierten Golfplatzes bzw. Golfclubs mit nachhaltigem Interesse am Aufbau eines Greenfeebetriebes. Kombination mit den regionalen Themen Familie und Wellness/Gesundheit.
Erfüllung von touristischen Anforderungs-Katalogen (Golf-Partnerhotels, buchbare Angebote usw.)
Golftouristische Angebote sollen vor allem den Sommertourismus beleben bzw. das Angebot hinsichtlich Vor- und Nachsaison verlängern. Golfsport trägt als Mosaikstein zur positiven Entwicklung des Sommertourismus bei.
Schaffung von qualifizierten 3- und 4-Sterne-Betrieben in der Region
Zusammenspiel von Hotels, Gastronomie und örtlicher Wirtschaft.

a. Zielmärkte

Segment 1
Oberösterreich gesamt sowie Grenzbezirke Steiermark und Niederösterreich (Nächtigungs- und Tagestourismus)
Ostösterreich (Nächtigungstourismus)
Süddeutschland (Bayern, Baden-Württemberg) (Nächtigungstourismus)

Segment 2
Rest von Österreich
Rest von Deutschland
Achse Passau-Nürnberg-Ruhrgebiet
Achse Passau-Dresden-Berlin
Ungarn
Tschechien

Segment 3
Holland
Belgien

b. Zielgruppen

Golfer aller Altersschichten und aus allen Einkommensschichten
Handicaper von 18 - 36

c. Produkte, Produkt-Markt-Kombination

Entwicklung von Golfpackages und Angeboten, die auf den nahe gelegenen Zielmärkten vermarktet werden.
Schulung von Mitarbeitern in Tourismus, Hotellerie und Gastronomie im Bereich Golf
Qualitätssicherung und –entwicklung
d. Strategische Ansätze im Marketing-Mix

Messen und Workshops: Teilnahme an Workshops zum Thema Golf, Präsentation des Angebotes auf speziellen Golfmessen
Eventisierung (Golf-Charity-Event, Turniere usw.)
Internetmarketing
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: PR-Kooperationen mit Zielgruppen-Medien
Direct marketing (Betriebe)
Klassische Werbung, Anzeigen in Special-Interest-Medien
Kooperationen und Cross-Marketing


3.4. Thema Wintersport

Allgemeines
Das Thema Wintersport ist ein Kernthema der Region mit elementarer Bedeutung. Neben einem ausgezeichneten Angebot für den Alpinsport kommt dem nordischen Sport (Langlauf und Biathlon) sowie „sanften“ Wintersportarten wie Rodeln, Schneeschuh- und Winterwandern, Skitouren etc. gleichermaßen große Bedeutung zu. Die Etablierung der Region Pyhrn-Priel als führende Wintersportdestination in Oberösterreich innerhalb der nächsten vier Jahre ist realistisch.

3.4.1. Ziele
• Positionierung der Region Pyhrn-Priel als Familien-Winterdestination mit sehr guter Infrastruktur, einem überschaubaren Angebot und einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
• Schulung und Beratung von Tourismus- und Freizeitbetrieben in Hinblick auf verstärkte Familien-Kompetenz
• bessere Vermarktung des nordischen Sportangebotes
• Steigerung des Bekanntheitsgrades des internationalen Biathlonzentrums in der Innerrosenau

Entwicklungsstrategie
• Ausbau und verstärkte Familienpositionierung der Skigebiete Wurzeralm und Höss
• Erhöhung der Anzahl an Qualitätsbetten (auch im Hinblick auf die Unterbringung im Rahmen von FIS [Weltcup-]Rennen in Hinterstoder)

3.4.2. Marketingstrategie

a. Zielmärkte:

Segment 1:
Oberösterreich (tages- und nächtigungstouristisch)
Ostösterreich (tages- und nächtigungstouristisch)

Segment 2:
Süd-Deutschland (Bayern, Baden-Württemberg)
Autobahn-Achsen Richtung Berlin und Dresden
Tschechien
Ungarn

Segment 3:
Benelux-Länder


b. Zielgruppen:

Familien
Wintersportler

c. Produkte (Produkt-Markt-Kombination):

• Konzentration auf die Entwicklung von Familien-Winter-Produkten
• Produkte nicht nur für den Alpinsport, sondern auch für Langlauf und weitere Sportarten schaffen.
• Projekt „Family Mountain“ – evtl. Wurzeralm?
• Beteiligung an der Marketing-Plattform “Familien-Winter” gemeinsam mit Handel, Gewerbe, Sportverbänden und Beherbergern
• Aufbau eines modernen Images des Themas Wintersport (v.a. Langlauf/Biathlon etc.) durch Ausnützung des derzeitigen Booms im Langlauf- und Biathlonsport

d. Strategische Ansätze im Marketing-Mix:

• Eventisierung vor allem im Bereich nordischer Wintersport (Langlaufbewerbe etc.)
• verstärkte Öffentlichkeitsarbeit für Wintersport – wiederum v.a. nordischer Bereich und „Winter-Romantik“
• Entwicklung innovativer, neuer Produkte, teilweise mit Familienschwerpunkt, ausgerichtet auf den jeweils definierten Markt
• Messe-Auftritte in den Hauptmärkten
• Verstärkung des Internet-Marketings für nordische Wintersportarten und Winter-Romantik

Entwicklungs-Maßnahmen:
• forcierte qualitative und quantitative Entwicklung – verstärkte Kooperationen mit ÖBB, Billig-Airlines mit Zielflughafen Linz etc.
• Ausbau der Infrastruktur: Steigerung der Anzahl an qualitativ hochwertigen Gästebetten
• Optimierung des ortsübergreifenden Skibusbetriebes
• Sicherung des nordischen Zentrums (Langlauf- und Biathlonzentrum Innerrosenau)


Projekte

Projekt Nationalparkregion Kalkalpen


Die ARGE Nationalpark Kalkalpen Region wurde gegründet, um gemäß OÖ Kursbuch und Landestourismuskonzeptes die Nationalpark Kalkalpen Region in enger Zusammenarbeit mit dem OÖ Tourismus als erstes Wanderkompetenzzentrum in Oberösterreich zu etablieren. Sie verfolgt eine konsequente Angebots- und Produktentwicklung in der Nationalpark Kalkalpen Region zur Steigerung der Wertschöpfung in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft mit dem Nationalpark und Stärkung als Wanderdestination.
Das Angebotsprofil des Naturschutzgebietes entspricht einem breitem Trend hin zu naturnahen Tourismusformen und somit einem immer stärker werdenden Urlaubswunsch nach „Natur erleben“ in einer möglichst unverfälschten Umgebung.
Nachdem Wandern die Haupturlaubsaktivität des Nationalpark Gastes ist, werden gerade zu diesem Thema gezielte Maßnahmen gesetzt.

Der Nationalpark Kalkalpen ist eine der ursprünglichsten Landschaften Europas und mit seiner beeindruckenden Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen ein (ober)österreichisches Naturjuwel.
Für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft in Oberösterreich hat der einzige Nationalpark des Landes eine ganz besondere Bedeutung.

Das starke Image und die klare Profilierung des Nationalparks weit über die unmittelbaren Grenzen hinaus bieten ausgezeichnete Positionierungschancen im touristischen Wettbewerb.

Die Tourismusentwicklung soll nach dem Motto „Wertschöpfungswachstum durch Qualitätstourismus“ erfolgen. Dabei ist eine bessere Vernetzung des touristischen Angebotes mit den Angeboten des Nationalparks vorrangig.

Die „Nationalpark Kalkalpen Region“ will sowohl auf infrastruktureller als auch auf betrieblicher Ebene mit folgenden Schwerpunkten Akzente setzen:

• Aufbau/Ausbau von Besucher Service Center (one-stop-shops – Wanderkompetenz-Center)
• Ausbau und Profilierung von Angebotsspezialisten auf betrieblicher Ebene
• Umsetzung des einheitlichen Berg- und Wanderwegekonzeptes OÖ
• Qualifizierung der Gastronomie und Hotellerie
• Produkte/Markt Kombinationen: Auf klar festgelegten Zielmärkten sollen mit qualitätsvollen Produkten die definierten Ziel-Szenen angesprochen werden.
• Implementierung der Naturerlebniscard und der Erlebniscard in der gesamten Nationalparkregion
• Innovatives E-Marketing vom Domain-Management bis zur Suchmaschinenoptimierung

Maßnahmen zur Erreichung der im Projekt klar definierten Struktur- und Marktziele sollen durch folgenden Partner gemeinsam zur Umsetzung gelangen:

• Nationalpark OÖ Kalkalpen Ges.m.b.H
• Pyhrn-Priel Tourismus GmbH
• TV Nationalparkregion Steyrtal
• TV Nationalparkregion Ennstal
• Angebotsgruppe Wanderspezialisten Nationalpark Kalkalpen Region“
• Verband der Eisenstraßenwirte
• ARGE Nationalpark-Bauernhöfe OÖ Ennstal
• Leistungsträger der Region

Zukunftsperspektiven – neue Chancen wollen genützt werden

In einer veränderten touristischen Landschaft in OÖ geht es für viele Regionen derzeit um ein „Zurechtfinden in neuen Strukturen“ und um eine klare Positionierung, auch in einem sich ständig ändernden Wettbewerbsumfeld. Für einen großen Teil der ehemaligen Tourismusregion Pyhrn-Eisenwurzen gibt es durch den Nationalpark Kalkalpen eine neue Chance sich mit eindeutigen Marktaussagen und einem klaren Profil am Markt – insbesondere beim Thema Wandern – zu positionieren.


Folgende Einflussfaktoren bestimmen, laut einer vom BMWA in Auftrag gegebenen Studie in Zukunft sowohl die Gestaltung des touristischen Angebotes als auch das Nachfragevolumen in den Nationalpark Regionen (Vgl.: ITR, 2001: „Nationalparks und Tourismus in Österreich 2001“):

• Räumliche Eignungsvoraussetzungen – hohe landschaftliche Attraktivität ist in der Nationalpark Kalkalpen Region gegeben

• Regionale Bedarfssituation – die Bevölkerung von Pyhrn-Priel, Ennstal und Steyrtal ist zwar in unterschiedlichem Maße von der Erwerbsquelle Tourismus abhängig, jedoch gibt es z.B. auch im Steyrtal, wo andere Wirtschaftssektoren überwiegen, ein klares Bekenntnis den Tourismus als ein Standbein zu entwickeln (Vgl.: ETB, 2000: „Entwicklungskonzept Mittleres Steyrtal“,)

• Entwicklungstendenzen und –potenziale landschaftsorientierter Tourismusformen - Zahlreiche Hoffnungsfelder und spezielle Angebotstrends sprechen für ausgezeichnete touristische Entwicklungsmöglichkeiten und –chancen in Nationalpark Regionen (Vgl.: ITR, 2001: „Nationalparks und Tourismus in Österreich 2001“).
• Die regionalen finanziellen Ressourcen – auch hier gibt es je nach Tourismusintensität ein Ungleichgewicht der 3 Regionen

• Das Managementpotenzial (auf betrieblicher, örtlicher und regionaler Ebene) – das Projektmanagement Nationalpark Kalkalpen des Oberösterreich Tourismus kann hier Defizite ausgleichen

• Die Tourismusgesinnung

3. Welche Chancen ergeben sich durch eine neue Profilierungsstrategie?

• Gewinnung neuer Zielgruppen
• Schaffung neuer Anreize für traditionelle Alpinurlaub mit klassischen Angebotsaktivitäten (wandern, bergsteigen, natur beobachten, mountainbiken)
• Steigerung des Prestigewertes eines Urlaubes/Aufenthaltes in Oberösterreich
• Die Möglichkeit das Angebot strukturiert zu präsentieren und damit den Entscheidungsprozess für Urlauber/Besucher zu erleichtern
• Neue Vermarktungsmöglichkeiten für eine ganze Region - Tourismuswirtschaft als ein Teil zur umfassenden und nachhaltigen Absicherung der regionalen Wirtschaftsstruktur und –potentiale.


Was ist nötig um das nationalparktouristische Angebot im gewünschten Ausmaß entwickeln zu können? (Forderungskatalog lt. ITR Studie/Anmerkungen zur Situation in der Nationalpark Kalkalpen Region):

• Höhere Akzeptanz bei der Politik, aktiveres Einsetzten und bessere Unterstützung bei der Meinungsbildung in den Regionen zugunsten des Nationalparks. – aktuelle Umfrage des Market Institutes: Bereits hohe Akzeptanz und Bekanntheit des Nationalpark Kalkalpen innerhalb der oberösterreichischen Bevölkerung

• Politische Unterstützung bei der Abwehr nicht nationalparkkonformer Vorhaben in der Region – aktueller Anlass Projekt Müllverbrennung in der NP Gemeinde Molln

• Höhere Akzeptanz und erhöhter Stellenwert in der Tourismuswerbung und Tourismusausrichtung der Länder – der Oberösterreich Tourismus hat mit der Schaffung des Projektes einen ersten wichtigen Schritt in diese Richtung gesetzt

• Bereitstellung ausreichender Öffentlicher Finanzmittel für die gesamte Nationalpark Region

o Die regionalwirtschaftlichen „Defizite“ der meisten Nationalpark Regionen erfordert auch außerhalb der unmittelbaren NP-Dotierungen effiziente und daher projektorientierte Förderungen in der gesamten Region, um die für den NP eingesetzten Mittel optimal als regionalwirtschaftlichen Impuls entfalten zu können.


In der Nationalpark Kalkalpen Region stellt sich die aktuelle Situation diesbezüglich wie folgt dar:

Seit der Gründung der Nationalparks wurden zahlreiche Besuchereinrichtungen geschaffen, diese sind:

• 4 Themenwege
• Zahlreiche Bescherspezialangebote wie Rothirschbeobachtungsplattform,...
• Nationalpark Zentrum Molln
• Nationalpark Infostellen Windischgarsten, Großraming und Reichraming
• Bildungshaus Brunnbachschule
• Bildungs- und Seminarhaus Villa Sonnwend
• Ein umfangreiches Moutainbike- und Reitwegenetz

Weitere Einrichtungen wie das Besucher-Informations-Zentrum Ennstal oder der Erlebnisberg Wurbauerkogel in Windischgarsten (Projekt Wurlivision) sind derzeit in Bau befindlich bzw. zum Großteil realisiert.

Auf der anderen Seite ist die touristische Suprastruktur nicht im gleichem Maße mitgewachsen (Qualitätsbetten!!) und die touristischen Organisationen (vor allem der neu gegründete TV Nationalparkregion Ennstal und der TV Steyrtal) haben nicht die finanzielle Möglichkeiten, dieses neu entstandene Angebot auch an den Markt zu kommunizieren. Hier tut sich eine große Schere auf und es entsteht Handlungsbedarf.


Marketing- Maßnahmenplanung

Produktentwicklung
erfolgt in Kooperation mit OÖ Touristik GmbH

a) Nächtigungspauschalen – Schwerpunkt Wandern/Nationalpark Erlebnis
• Wanderkurzreiseprodukte
• Trekkingtouren durch den Nationalpark/Hütten- und Almenwanderungen
• Mountainbike/Naturradwandern (Hintergebirgsradweg,
Enns- und Steyrtalradweg)

b) 1- und 2-tages Gruppenangebote/Ausflugsfahrten in die NP Kalkalpen Region
Themen: Nationalpark Erlebnis und Erlebnis Eisenstraße

Corporate Identity und Corporate Design
Derzeit haben die 3 Tourismusverbände und der Nationalpark Kalkalpen ein eigenständiges Erscheinungsbild. Um als eine einheitliche Wanderkompetenz-Destination auftreten zu können, ist ein einheitliches Erscheinungsbild notwendig. Die Vielfalt des touristischen Angebotes führt dazu, dass die eigenen Besonderheiten erkannt und benannt werden müssen. Die Nationalpark Kalkalpen Region soll nach außen (und innen) ein einheitliches und klares Bild („Image“ – Corporate Identity) darstellen, was diese Region von anderen unterscheidet. Das Corporate Design ist dazu das äußere, optische oder visuelle Erscheinungsbild: Dies beginnt bei einem einheitlichen Schriftzug, beim Logo, das auf Briefpapier, in Werbeanzeigen, auf Plakaten, auf Souvenirs usw. immer wiederkehren.

Produktionen
Die ARGE Nationalpark Kalkalpen wird ausgewählte Broschüren zum Thema Wandern gemeinsam Produzieren.

Unterkunftsverzeichnis Nationalpark Kalkalpen Wanderspezialisten
Wandererlebniskarte Nationalpark Kalkalpen Region
Imagefolder Nationalpark Kalkalpen Region
Angebotsbroschüre Nationalpark Kalkalpen
Ausflugs- und Besichtigungstipps Nationalpark Kalkalpen Region
Verkaufsförderung
Direkt Marketing
Mailing (1-stufig) an Wanderadressen

Messen und Events
Die derzeit von den jeweiligen Tourismusverbänden besuchten Messen sollen künftig unter dem gemeinsamen Dach „Nationalpark Kalkalpen Region“ besucht werden.
Messebeteiligungen im In- und angrenzendem Ausland
Almenfest Nationalpark (Almabtrieb, Bauernherbst
Klampfn & Quetschn, Köhlerfest)

Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Medien

Presseaktivitäten (Pressefahrten, Pressekonferenzen,...) Medienkooperationen mit OÖ Tourismus Partner Medien
(OÖ Nachrichten, Volksblatt, ORF, Life Radio, OÖ Rundschau,...)
Medienkooperationen SPI Medien
(Land der Berge, Trekkers World, Medien der Alpinorganisationen,...)

Internetauftritt
Internetauftritt und Internetwerbung wird als zentrales und elementarstes Marketinginstrument gesehen. Hier kann durch den weiteren strategischen Aufbau der Internetplattformen ein klarer Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Destinationen erzielt werden. Das Konzept sieht einen österreichweit einzigartigen Internetauftritt vor um bereits heute den Grundstein für ein erfolgreiches Werben im Internet in der Zukunft zu setzen.
Konzeption als integrativer Bestandteil
des Themenauftritts Wandern (www.wandern.at) und Vernetzung
mit dem Auftritt Nationalpark Kalkalpen (www.kalkalpen.at),
sowie den Regionsseiten www.pyhrn-priel.net,
www.oberoesterreich.at/steyrtal, www.nationalparkregion.com

Internetwerbung
Google Adwords, Domainmanagement etc.

Merchandising Produkte für Medienvertreter, Meinungsbildner

Innenmarketing/Markenentwicklung – Workshops/Konzept

„Nationalpark Kalkalpen Region“ –
Vernetzung mit anderen Wirtschaftssektoren
(Landwirtschaft, Holzcluster,...)
zur Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe und zur Ermöglichung
eines gemeinsamen Marktauftrittes

Österreichische Wanderdörfer
Die Wanderdestination Nationalpark Kalkalpen Region soll als gesamte Region mit den Wanderspezialisten den Österreichischen Wanderdörfern beitreten.
Mitgliedschaft und Marketingaufwand

Fotokonzept
Stark emotionalisierende Bilder, die beim Wander-Gast den Wunsch erwecken, die Vorzüge der Region zu genießen, sollen ein wesentlicher Kernpunkt des Fotokonzeptes sein. Gäste, die schon alles kennen, muss man nicht mehr informieren, sondern verführen und vor allem überraschen. Stark emotionalisierte Bilderwelten helfen dabei, ein klares Bild im Bewusstsein der Gäste zu schaffen.
in Kooperation mit Themen Wandern und ggf. Rad

Qualitätssicherung, Mysterie Guesting, Marktsicherung

Implementierung Naturerlebniscard und Erlebniscard in der gesamten Nationalparkregion

Die erfolgreiche Einführung der touristischen Card in der Pyhrn-Priel Urlaubsregion soll auf die Gesamtregion ausgeweitet werden, um dieses „innovativste und ausgereifteste Kartensystem Europas“ (Sieghard Preis, Entwickler der Kärnten Card und vieler anderer Cardmodelle) als buchungsentscheidenden Alleinstellungsmerkmal der Region zu installieren und die vielen attraktiven Leistungen der Region in einfachster Weise für den Gast, Einheimischen und Tagesbesucher zu bündeln.

Projekt Familienurlaub

Die Pyhrn-Priel Urlaubsregion ist eine klassische Familiendestination und strebt die Weiterentwicklung zum Kompetenzzentrum Nr. 1 in Oberösterreich an. In der Angebotsentwicklung konnte sich die Region schon bisher profilieren, was vor allem auf die Vorarbeit von Urlaub am Bauernhof, die Stodertaler Zwerge und auf die Kinderhotels der Region zurückzuführen ist.

Gerade der Familienreisemarkt befindet sich in einem starken sozialen Wandel und neue Bedürfnisse bzw. Strukturen müssen befriedigt werden. Vor allem der Trend zu Singlereisen mit Kind, zur Patchworkfamilie und zum inhaltsvollen gemeinsamen Urlaub scheint ungebremst weiter zu gehen.

Die familienfreundlichen Rahmenbedingungen wie die Sicherheit, die gesunde Umwelt, unberührte Natur (Nationalpark), Aktivitäten in der frischen Luft, vertretbare Preise und Gastfreundschaft sind in der Pyhrn-Priel Region jedenfalls gegeben, dazu kommen infrastrukturelle Stärken wie die Familienskigebiete, Wildpark, Sommerrodelbahn, Alpine Coaster und viele betriebliche Attraktionen der Kinderhotels, Urlaub am Bauernhof-Vermieter bzw. Stodertaler Zwerge-Betriebe.

Mit der Naturerebniscard Pyhrn-Priel bzw. mit der eigenen Version für Kinder, der Schatzcard, werden zudem eine Menge attraktive Leistungen für Familien in einer Karte gebündelt und stellt damit einen absoluten zusätzlichen Wettbewerbsvorteil für die Region dar.

Ziele:

Profilierung als führendes Familienkompetenzzentrum mit einer attraktiven Supra- und Infrastruktur

Stärkung der Angebotsgruppen der Stodertaler Zwerge, Urlaub am Baby- und Kinderbauernhof, der Kinderhotels der Region und der Familienfreundlichen bzw. Kooperationsmarketingauftritt als Familienspezialisten

Gewinnung von Kooperationspartnern für das Projekt „Familiy mountain“ in der Region

Erzielung einer besseren Auslastung über die Hauptferienzeiten hinaus für die Angebotsgruppe(n)


Weiterentwicklung der Naturerlebniscard Pyhrn-Priel zum attraktiven Familien-Pauschalpaket


Marketingstrategie

Zielmärkte

Segment 1

Oberösterreich, nördliche Steiermark
Ostösterreich
Achse Passau-Nürnberg-Ruhrgebiet
Achse Passau-Dresden-Berlin
Tschechien

Segment 2

Rest von Österreich
Rest von Deutschland
Ungarn

Segment 3

Holland
Belgien

4.3.2 Zielgruppen

• Traditionelle Familien
• Singles mit Kind(ern)
• Patchwork Familie
• Großeltern mit Enkelkindern

Produkte

• Stodertaler Zwerge
• Urlaub am Bauernhof
• Kinderhotels
• Familienpaket Naturerlebniscard Pyhrn-Priel
• Familienprodukt Nationalpark, Wandern und Card

Strategische Ansätze im Marketing-Mix

Internetmarketing
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Messen und Workshops
Direct marketing (Betriebe)
Klassische Werbung
Kooperationen

Sonderprojekt Naturerlebniscard Pyhrn-Priel

Im Mai 2003 wurde die erste Saison mit der Naturerlebniscard Pyhrn-Priel gestartet. Die Ergebnisse, Meinungen und Erfahrungen zur Card nach den ersten beiden Saisonen geben Anlass zur Freude. Dennoch muss ständig am Angebot, am organisatorischen Ablauf und an den Leistungen gefeilt werden, um das Projekt langfristig zum Erfolg zu führen.

Die Grundlagen

Kartensysteme gibt es viele auf dem touristischen Markt. Doch nur sehr wenige können das Prädikat “erfolgreich” zu Recht für sich beanspruchen. Die Naturerlebniscard Pyhrn-Priel und die Erlebniscard Pyhrn-Priel scheinen den Markt getroffen zu haben und dürften mit hoher Wahrscheinlichkeit reüssieren.Der heutige Gast ist multioptional, bestens informiert und wünscht sich eine möglichst einfache und kurzfristig buchbare Dienstleistungskette.

Gerade bei dieser Dienstleistungskette sollte demnach auch eine touristische Card ansetzen. Denn nur Leistungen, die für den Gast auch interessant sind und sein Interessensspektrum am besten abdecken, können buchungsentscheidend sein.

Die Tourismusregion gibt es schon lange und auch die Anbieter, Einrichtungen und Aktivitäten waren meist lange vor der Card da. Das Ziel musste es sein, die Einrichtungen und Attraktionen zu bündeln und zu einem Paket (buchbares Produkt) zu schnüren.

Das Ziel der Naturerlebniscard Pyhrn-Priel

Die Naturerlebniscard Pyhrn-Priel soll die Urlaubsregion attraktiver machen, neue Gäste anziehen, bestehende Gäste zur Wiederkehr bewegen und die Dienstleistungskette der Region bündeln, indem die Produktgestaltungen für jeden Partner vereinfacht wird.

Statt der Abgeltung für Einzelleistung


Bündelung zum Alles-Inklusive Angebot


Den Verantwortlichen war von Anfang an klar, dass die Naturerlebniscard Pyhrn-Priel und später die Erlebniscard Pyhrn-Priel nur dann erfolgreich sein konnten, wenn eine win-win-Situation für alle Beteiligten herbeigeführt werden kann:

Voraussetzungen für den Gast:
Einfach – attraktiv – kostengünstig

Voraussetzungen für die Vermieter:
Attraktivierung des Hausangebotes mit gebündelten Regionsleistungen zu einem kalkulierbaren günstigen Preis

Voraussetzungen für die Leistungsträger:
Bei gleichem Aufwand muss der Umsatz zumindest gleich bleiben oder steigen

Voraussetzungen für die Pyhrn-Priel Tourismus GmbH:
Die Organisation, Bearbeitung, Ausstellung, Abrechnung und Kontrolle muss mit den vorhandenen Ressourcen bewältigt werden und der entscheidende Punkt – der laufende Betrieb muss kostendeckend möglich sein.


Finanzierung des laufenden Betriebs

Jeder Beherbergungspartner entrichtet pro Cardübernachtung 1,96 Euro netto in den Naturerlebniscard-Topf. Dieser Beitrag ist auch für Kinder ab dem 6. Geburtstag zu leisten und es gibt keine Ausnahmen für Seminargäste, Geschäftsreisende und durchreisende Gäste. Der Cardbeitrag ist bereits in der Preiskalkulation der Betriebe eingerechnet und darf keinesfalls gesondert verrechnet werden, um die Alles-Inklusive-Philosophie zu gewährleisten.

Aus diesen Einnahmen werden die Kosten für die Leistungsträger (Inklusivleistungen und Pauschalleistungen), die Kosten für die Chipkarte, das Datenclearing und das Marketing getragen.

Erlösverteilung

Die Erlösverteilung erfolgt zu 30 % nach einem fixen Schlüssel und zu 70 % nach einem variablen Schlüssel.

Für die Berechnung des fixen Anteils wurden für die erste Saison die Umsatzdaten und Gästeanteile der Leistungsträger erhoben und in einen Prozentsatz umgerechnet. Für die nächste(n) Saison(en) wird der prozentuelle Umsatzanteil des Leistungsträgers am Card-Gesamtumsatz des vorangegangenen Jahres herangezogen.

Der variable Schlüssel errechnet sich aus dem gewichteten Eintritts-/Fahrpreis mit den gezählten Frequenzen mit der Card. Durch die Umrechnung in Frequenzpunkte wird sichergestellt, dass der verteilbare Erlös nicht überschritten wird. Damit können Abgänge im laufenden Betrieb vermieden werden.

Kostenüberschreitungen können nur bei höheren Marketingausgaben entstehen, die im Einführungsjahr notwendig sind - für die Naturerlebniscard für 2003 und für die Erlebniscard 2004. Ab 2005 sind geringe Überschüsse aus dem laufenden Betrieb zur langfristigen Refinanzierung der Investition geplant.

Vorteile der Card

USP für die Region
Bündelung des Regionsangebotes
Kundenverhalten wird messbar
Klares Kundenprofil für die Marketinginstrumente
Sicherung von Umsätzen für die Leistungsträger
Ausdehnungsmöglichkeiten durch den einheitlichen technischen Standard
Kompatibilität mit Oberösterreich
Langfristige organisatorische und technische Kompatibilität.
Zentralisierung der Organisation der Region
Die Bedeutung der Betriebe steigt durch gemeinsame Werbemaßnahmen.


Leistungszusammenstellung



Inklusivleistungen

Die Inklusivleistungen umfassen alle Leistungen, die vom Cardinhaber (Gast, Tagesgast oder Einheimischer) im Rahmen der Betriebs- und Öffnungszeiten ohne Zusatzkosten genutzt werden können so oft er will. Die Abgeltung mit den Inklusivleistungspartnern erfolgt nach dem Eintrittswert und den gezählten Frequenzen.

Hinterstoder Wurzereralm Bergbahnen AG mit:
Bergbahnen Hinterstoder
Wurzeralm Bergbahnen
Sessellift Wurbauerkogel

Mautstraße Hinterstoder
Dr. Voglgesang Klamm

Alpineum Hinterstoder, Bienenschauhaus Kernhof, Felsbildermuseum Spital/Pyhrn, Wilderermuseum St. Pankraz, Nationalparkausstellung Molln, Klangwelten Micheldorf.
Freibäder in Hinterstoder, Klaus, Steyrling, Windischgarsten, Hallenbäder in Spital am Pyhrn und Windischgarsten.

Pauschalleistungen

Die Pauschalleistungen umfassen alle Leistungen, die vom Cardinhaber (Gast, Tagesgast oder Einheimischer) im Rahmen der festgelegten Zeiten ohne Zusatzkosten genutzt werden können. Die Abgeltung mit den Pauschalleistungspartnern erfolgt mit einer Pauschalzahlung.

Geführte Nationalparktouren
Erlebniswanderungen
Nordic walking
Aktives Erwachen
Laternenwanderung
Sagenstunde in der Höhle
Angeln für Kinder


Bonusleistungen

Das sind alle Leistungen, die nicht in der Karte inkludiert sind, wo aber gegen den Vorweis der Karte eine Vergünstigung oder Rabatt gewährt wird. Die Bonuspartner erhalten keine Zahlungen aus dem Cardtopf.


Projektpartner

Konzept und Beratung: Firma TAO, Herr Sieghard Preis
Technik und Clearing: Firma feratel, Herr Rainer Kerner
Firma Shop2win
Finanzierung: Pyhrn-Priel Tourismus GmbH und Land Oberösterreich, Abteilung Gewerbe
Leistungsträger: Hinterstoder Wurzeralm Bergbahnen AG
Mautstraße Hinterstoder, Nationalpark OÖ. Kalkalpen, Museen, Freibäder und Hallenbäder und weitere Leistungsträger der Region
Beherbergungspartner: Ca. 160 Vermieter aus der Region aus allen Kategorien und in allen Betriebsgrößen
Marketingpartner: Pyhrn-Priel Tourismus GmbH, Oberösterreich Tourismus, Raiffeisen Landesbank Oberösterreich
Marktpartner: Urlaubsgäste, Tagesgäste und Einheimische

Die Dienstleistungskette



Diese Wertschöpfungskette kann als die von der Destination Pyhrn Priel erbrachte Produktionsleistung verstanden werden. Durch den Einsatz der Naturerlebniscard Pyhrn-Priel kann diese Kette gesteuert werden. Möglich ist dies durch das neue kompakte Leistungspaket, das die Card dem Gast bietet und durch die bequeme Möglichkeit, diese Leistungen in Anspruch zu nehmen.

Der Urlaub des Gastes wird vorhersehbarer, weil er verschiedene Gratisleistungen konsumiert. Es ist also möglich, auf die Handlungen des Gastes Einfluss zu nehmen. Die Gästelenkung erfolgt durch die Card. Der Gast wird sozusagen mittels der All-inclusive Card durch die Destination Pyhrn Priel geführt.

Vorteile für die Vermieter



Der Kreislauf der Naturerlebniscard

Jeder Gast, der in einem Inklusiv-Beherbergungsbetrieb übernachtet, hat ein Anrecht auf die Naturerlebniscard Pyhrn-Priel. Er erhält die Karte gegen Abgabe des blauen Durchschlages des Gästeblattes bei den Ausgabestellen. Die Gültigkeit der Naturerlebniscard Pyhrn-Priel richtet sich nach der Aufenthaltsdauer.

Die Inklusiv-Leistungen, die in der Card enthalten sind, werden über ein Umlageverfahren von den beteiligten Vermietern finanziert. Dieser Betrag wird eingehoben:
Pro Nächtigung in den teilnehmenden Beherbergungsbetrieben
Für alle Gäste ab dem 6. Geburtsjahr

Das Datenclearing und die Verrechnung der Naturerlebniscard Pyhrn-Priel mit den Vermietern und den Leistungspartnern erfolgt durch die Pyhrn-Priel Tourismus GmbH.

Alle in einem Partnerbetrieb nächtigenden Gäste haben das Recht, die in der Naturerlebniscard Pyhrn-Priel enthaltenen Leistungen in Anspruch zu nehmen.

Da die Karte auch Ausweisfunktion hat und die Daten des Gastes auf einen Chip gespeichert werden, können die Stammdaten des Gastes von den Akzeptanzgeräten gesammelt werden. Die Naturerlebniscard Pyhrn-Priel bleibt auch nach dem Urlaub Eigentum des Gastes. Sie wird bei seinem nächsten Urlaub in der Region wieder aufgeladen. Dadurch wird eine höhere Kundenbindung erreicht.
Durch die Daten die so über den Kunden gesammelt werden, kann man Zielgruppen orientiert arbeiten und die Marketingmaßnahmen können gezielter eingesetzt werden.


Branding
Beim Branding musste auf folgende Kriterien geachtet werden:


Design; Farbe und Slogan

Nutzungsversprechen
All Inclusive
Spezialangebote

Differenzierung
Basisleistungen (überregional)
Schlüsselleistungen (regional)

Zielgruppe
Jugend / Kinder
Eltern
Urlaubsgäste
Wandern

Um der möglichen Erweiterung auf andere Regionen in Oberösterreich bzw. für ganz Oberösterreich Rechnung zu tragen, erfolgte das Branding thematisch und wurde nur mit dem Regionszusatz versehen. Außerdem wurde auf die Wiedererkennbarkeit des Regionslogos großer Wert gelegt.

Erlebniscard Pyhrn-Priel (Saisoncard):

Die Saisoncard wird im Vorverkauf vertrieben. Das Angebot richtet sich an die Einheimischen in der Region, Zweitwohnhausbesitzer und die Einheimischen im Tagesausflugsbereich (Raum Oberösterreich, nördliche Steiermark, ev. westliches Niederösterreich).

Die Saisoncard ist im Vorverkauf zu einem Pauschalpreis für Erwachsene und für Kinder erhältlich und umfasst die Inklusivleistungen, die ohne Kapazitätsprobleme angeboten werden können. Die Erlösverteilung erfolgt auch hier zu 30 Prozent nach fixen Sätzen, die sich aus den Auswertungen des Vorjahres ergeben und zu 70 Prozent nach den Frequenzen, die mit einem Preis bewertet werden.

Die Leistungsträger profitieren direkt von den Umsätzen aus dem Vorverkauf, doch vor allem auch bei den Nebenleistungen (Shop, Gastronomie, ...). Die regionale Wirtschaft in Gastronomie und Handel wird eine indirekte Wertschöpfung generieren können, die allerdings im Vorhinein schwer zu beziffern sein wird. Aus den Erfahrungen der Kärnten Card und der Kärnten Powercard können nur bedingte Schlüsse gezogen werden, da sich das Markt- und Angebotspotential anders darstellt (mehr Einwohner in Oberösterreich und weniger Leistungsträger).

Die Gültigkeit soll wie die der touristischen Card ausgelegt sein und die Inklusivleistungen können in Anspruch genommen werden, sooft der Kunde es möchte. Wir wollen uns auch im Tagesausflugsbereich ganz klar positionieren, um den Einheimischen im Umkreis von 1 bis 1 ½ Autostunden ein attraktives Tagesangebot zu unterbreiten. Der Gast soll durch diese preislich attraktive Card an die Region gebunden werden, um ihn zu möglichst vielen Besuchen zu animieren.

Die bisherigen Umsätze der Leistungspartner sollen mit der Erlösverteilung zumindest ausgeglichen und nach Möglichkeit übertroffen werden. Sehr wichtig für die Leistungspartner ist das Angebot von Nebenleistungen im Shop- oder Gastronomiebereich, wo nach den Erfahrungen bei anderen Cardmodellen (Kärnten-Card, Salzburger Land Card, ...) die größten Umsatzsteigerungen möglich sind.

Die Einzelkalkulation der Erlebniscard 2004

Erlebniscard 2004 (=Saisoncard)
Zuordnung E K KE
Verteilung 30,00 15,00 15,00
Marketing/Clearing/Pauschall. 13,75 9,11 6,43
Nettopreis 43,75 24,11 21,43
Mehrwertsteuer 5,25 2,89 2,57
Bruttopreis 49,00 27,00 24,00

Bearbeitungsgebühr 3,50 3,50 3,50

Je niedriger der Verkaufspreis kalkuliert wird, umso attraktiver wird die Saisoncard. Damit wird die Gefahr reduziert, dass negative Substitutionseffekte entstehen: Es werden zwar bisherige Normalzahler auf das Cardmodell umsteigen, doch wird dies durch die zusätzlichen Cardbesitzer mehr als ausgeglichen, die bisher die Leistungen nicht oder kaum in Anspruch genommen haben.


Projektbeurteilung:

Die Naturerlebniscard ist aus unserer Sicht eine große Chance für den Tourismus in der Region. Aber auch die Leistungsträger aus den Bereichen Infrastruktur, Freizeit, Kultur, Handel und Gastronomie sollen von diesem Projekt nachhaltig profitieren.

Mit der Naturerlebniscard mit den „Gratisleistungen“, der Bonusfunktion und als Saisonkarte für die Tagesgäste und die Einheimischen soll ein Motor für die Tourismus- & Freizeitwirtschaft entstehen, der die offensichtlichen Probleme der Region in manchen Bereichen kompensieren kann und wird.

Auch aus der Überlegung heraus, daß Betriebe und Einrichtungen mit hohem Investitions- und Erhaltungsaufwand (auch mit vielen Fördermitteln) in der Region entstanden sind, können wir mit dem Instrument Card eine nachhaltige und wesentlich intensivere Nutzung dieser Objekte gewährleisten.

Die Naturerlebniscard stellt nicht nur für die größeren Betriebe eine Verbesserung des Angebotspaketes dar - vor allem Kleinbetriebe mit wenig hauseigener Infrastruktur gewinnen mit dem regionalen Clubangebot wieder an Wettbewerbsfähigkeit.

Durch die Einführung der Erlebniscard Pyhrn-Priel (Saisonkarte für Einheimische und Tagesgäste im Vorverkauf) im Mai 2004 wurde zum einen die finanzielle Basis breiter und was vielleicht noch wichtiger ist: die Akzeptanz der Card in der Region erlebte einen großen Schub.

Mit der Ausdehnung auf die Nationalparkregion Steyrtal und die Hereinnahme von neuen Leistungsträgern auch außerhalb der Region zeigt sich, dass auch eine Ausweitung auf mehr Regionen machbar und sinnvoll ist.

Ein wesentliches Ziel ist weiterhin die saisonale Ausdehnung der beiden Cardvarianten bis hin zur Ganzjahres-Card, wie es sich für eine Destination, die sich als touristische Ganzjahresregion versteht, eigentlich fast von selbst ergeben sollte. Gerade im Winter und auch in den Zwischensaisonen ist ein attraktives Cardangebot vorhanden und muss nur noch gebündelt werden.


Schlussbemerkungen

Mit dem Zusammenschluss der 9 Tourismusgemeinden Edlbach, Hinterstoder, Klaus an der Pyhrnbahn, Rosenau am Hengstpaß, Roßleithen, St. Pankraz, Spital am Pyhrn, Vorderstoder und Windischgarsten ist ein erster wichtiger Schritt in der Destinationsentwicklung gelungen.

Durch die Konzentration der Marketingmittel, die Spezialisierung der Mitarbeiter und erste Projekte (Card, Wanderspezialisten, Internetmarketing) konnten Teilerfolge erzielt werden, die vom Gast und von den Mitbewerbern nicht unbemerkt geblieben sind.

Andererseits ist die satzungsmäßige völlige Ausrichtung auf das Außenmarketing ein Fehler, da die touristische Organisation und die handelnden Personen zum größten Teil nach dem Innenmarketing und der örtlichen Präsenz gemessen werden.

Für den Erfolg ist die Weiterentwicklung des Regionsbewußtseins unabdingbar. Divergierende Einzelinteressen müssen sich den gemeinsamen Zielen unterordnen, um auf dem sich rasch verändernden Markt bestehen zu können. Konkurrenzsituationen, Rivalitäten und Machtkämpfe dürfen die Tourismusentwicklung nicht stören oder gar gefährden.

Dieses Tourismuskonzept Pyhrn-Priel muss für die verantwortlichen Funktionäre, Bürgermeister, Mitarbeiter, Unternehmer und Partner die verbindliche Grundlage für eine qualitative Weiterentwicklung der Destination sein.

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Pyhrn-Priel SaisonCard - ab Euro 44,- erhältlich.
www.pyhrn-priel-card.at

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